Inflations- und Kaufkraftrechner
Zwei Prozent Zinsen bei drei Prozent Inflation sind kein Gewinn, sondern ein Verlust – er steht nur nirgends auf dem Kontoauszug. Dieser Rechner zeigt, was von deinem Geld real übrig bleibt, nachdem Inflation und Steuer abgezogen sind.
- 100 % kostenlosKeine versteckten Kosten, keine Zahlschranke
- Ohne AnmeldungKein Konto, keine E-Mail-Adresse
- Keine WeitergabeDeine Eingaben bleiben in deinem Browser
- Rechnet liveJede Änderung aktualisiert das Ergebnis sofort
Berechnet auf gutgerechnet.de · https://gutgerechnet.de/rechner/inflation/
Deine Angaben
Die Summe, die angelegt ist oder angelegt werden soll – das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto, eine Erbschaft, der Erlös aus einem Verkauf.
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Der Rechner zeigt, was davon nach Abzug der Teuerung an Kaufkraft übrig bleibt.
Wie lange das Geld liegen soll.
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Je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt die Teuerung: Sie ist der einzige Posten dieser Rechnung, der ohne dein Zutun jedes Jahr weiterarbeitet – und zwar gegen dich.
Voreingestellt sind 2,3 % – die Größenordnung der letzten Jahre. Das mittelfristige Ziel der EZB liegt bei 2 %, die gemeldete Monatsrate schwankt darum herum.
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Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % an – wer vorsichtig rechnen will, nimmt etwas mehr.
Der Zins, den du tatsächlich bekommst. Auf dem Girokonto sind das null, beim Tagesgeld je nach Anbieter ein bis drei Prozent.
Genauer rechnen2 weitere Angaben
Zwei Angaben, die das Ergebnis deutlich verändern. Eine monatliche Sparrate wirkt über lange Zeiträume stärker als der Startbetrag – und die Abgeltungsteuer nimmt gut ein Viertel des Zinsertrags, was aus einem knappen Plus schnell ein Minus macht.
Wenn du regelmäßig weiterlegst. Die Raten werden monatlich verzinst, nicht erst am Jahresende.
Auf Zinsen fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 %.
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Die ersten 1.000 € Erträge pro Jahr bleiben über den Sparerpauschbetrag frei.
Je genauer du die Felder ausfüllst, desto genauer wird das Ergebnis.
Dein Ergebnis
rechnet live mitWarum Zinsen allein nichts aussagen
Auf dem Kontoauszug steht eine Zahl, und die wird jedes Jahr größer. Das fühlt sich nach Gewinn an. Ob es einer ist, entscheidet aber nicht der Kontostand, sondern was man sich dafür kaufen kann.
Ein Beispiel mit den Voreinstellungen: 10.000 Euro zu zwei Prozent, zehn Jahre lang. Nominal werden daraus rund 12.190 Euro. Steuer fällt hier keine an, weil der Ertrag von 2.190 Euro unter dem Sparerpauschbetrag bleibt. Trotzdem entsprechen die 12.190 Euro bei 2,3 Prozent Inflation nur noch etwa 9.711 Euro heutiger Kaufkraft. Aus 10.000 Euro sind real 9.711 geworden, obwohl auf dem Konto gut 2.000 Euro mehr stehen als vorher.
Diese Lücke hat einen Namen: Realzins. Er ist nicht einfach Zins minus Inflation, sondern das Verhältnis der beiden Größen zueinander – bei kleinen Prozentsätzen liegen beide Rechenwege nah beieinander, bei hohen Raten nicht mehr.
Sobald die Erträge über dem Sparerpauschbetrag liegen, verschiebt die Steuer die Schwelle zusätzlich. Weil sie auf den Nominalzins erhoben wird und nicht auf den realen Gewinn, brauchst du bei 2,3 Prozent Inflation dann etwa 3,12 Prozent nominal, um überhaupt den Wert zu halten. Der Rechner oben berücksichtigt das: Er weist als nötigen Zins genau den Wert aus, der in deinem Fall gilt – mit Steuer, wenn welche anfällt, und ohne, wenn dein Ertrag unter dem Freibetrag bleibt.
„Nominal am Ende" steht als Kachel im Ergebnis und enthält Zins und Abgeltungsteuer bereits; der Nenner ist das Preisniveau, das dein Geld bis dahin entwertet. Die einzelnen Zwischenschritte stehen unter „Berechnungsgrundlagen".
Häufige Fragen
Warum kann ich nicht ausrechnen, was 1.000 D-Mark von damals heute wert sind?
Weil dafür die vollständige amtliche Indexreihe des Statistischen Bundesamts nötig ist, Jahr für Jahr. Solange wir die nicht in belastbarer Form eingepflegt haben, gibt es die Funktion hier nicht – geschätzte Indexwerte wären genau die Art Zahl, die wir auf dieser Seite nicht ausgeben. Der Rechner blickt deshalb nach vorn, wo ohnehin jede Zahl eine Annahme ist, die du selbst setzt.
Ist der Realzins nicht einfach Zins minus Inflation?
Als Faustformel ja, exakt nein. Richtig ist das Verhältnis: (1 + Zins) geteilt durch (1 + Inflation), minus eins. Bei zwei Prozent Zins und 2,3 Prozent Inflation ergibt die Faustformel −0,30 Prozent, die genaue Rechnung −0,29 Prozent. Bei hohen Raten wird der Unterschied deutlich: Bei zehn Prozent Zins und acht Prozent Inflation sind es nicht zwei, sondern 1,85 Prozent.
Warum wird die Steuer erst am Ende abgezogen?
Das ist eine bewusste Vereinfachung, die wir offenlegen. In der Realität behält die Bank die Abgeltungsteuer jährlich ein, wodurch der versteuerte Teil nicht weiter mitverzinst wird. Über lange Zeiträume und bei hohen Zinsen fällt das echte Ergebnis dadurch etwas niedriger aus als hier berechnet. Bei den üblichen Größenordnungen liegt der Unterschied im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Ertrags.
Gilt der Sparerpauschbetrag von 1.000 € auch für Ehepaare?
Ehepaare mit gemeinsamem Freistellungsauftrag haben zusammen 2.000 € im Jahr. Der Rechner setzt 1.000 € an – wenn ihr gemeinsam veranlagt seid und der Betrag noch nicht anderweitig ausgeschöpft ist, fällt eure Steuer entsprechend niedriger aus als hier gezeigt. Wichtig: Ohne erteilten Freistellungsauftrag führt die Bank die Steuer ab dem ersten Euro ab.
Was die Inflationsrate ist – und was sie nicht ist
Die amtliche Inflationsrate misst, wie sich die Preise eines festen Warenkorbs verändern. Das Statistische Bundesamt erhebt dafür monatlich mehrere …
Die amtliche Inflationsrate misst, wie sich die Preise eines festen Warenkorbs verändern. Das Statistische Bundesamt erhebt dafür monatlich mehrere hunderttausend Einzelpreise und gewichtet sie danach, wie viel ein durchschnittlicher Haushalt wofür ausgibt.
Der entscheidende Punkt: Es ist ein Durchschnitt. Wer zur Miete wohnt, viel pendelt und wenig Rücklagen hat, erlebt eine andere Teuerung als jemand mit abbezahltem Haus und Homeoffice. Die persönliche Inflationsrate kann deutlich über oder unter der amtlichen liegen – deshalb ist das Feld hier frei einstellbar und nicht fest verdrahtet.
Für die Zukunft gilt ohnehin: Niemand kennt sie. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig zwei Prozent an, tatsächlich lag die Rate in den vergangenen Jahrzehnten mal deutlich darunter und mal deutlich darüber. Wer eine Entscheidung auf diese Rechnung stützt, sollte sie mit zwei oder drei verschiedenen Annahmen durchspielen. Genau dafür ist der Bereich „Was bringt am meisten?" unter dem Ergebnis da.
Rechnet live mit
Kein Knopf, kein Warten. Jede Änderung wirkt sofort.
Rechenweg offen
Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.
Quellen verlinkt
Jede Zahl, die von außen kommt, steht mit ihrer Fundstelle da.
Grenzen benannt
Wie genau die Rechnung ist und wo sie aufhört zu gelten, steht dabei.
Was du mit dem Ergebnis anfangen kannst
Der praktische Nutzen liegt weniger in der Zahl am Ende als in der Schwelle davor: Welchen Zins brauchst du überhaupt, um nicht zu verlieren? Diese …
Der praktische Nutzen liegt weniger in der Zahl am Ende als in der Schwelle davor: Welchen Zins brauchst du überhaupt, um nicht zu verlieren? Diese Zahl steht als eigene Kachel im Ergebnis.
Liegt dein aktueller Zins darunter, gibt es drei ehrliche Möglichkeiten. Erstens: Konditionen vergleichen – zwischen Girokonto und gut verzinstem Tagesgeld liegen oft zwei Prozentpunkte, und der Wechsel kostet einen Nachmittag. Zweitens: Einen Teil des Geldes, den du sicher lange nicht brauchst, anders anlegen. Drittens: Es bewusst hinnehmen, weil Verfügbarkeit und Sicherheit dir den realen Verlust wert sind – auch das ist eine legitime Entscheidung, solange sie bewusst getroffen wird.
Was dieser Rechner ausdrücklich nicht tut: dir sagen, was du kaufen sollst. Wir sind keine Anlageberater und geben keine Empfehlung ab. Die Rechnung gehört dir, die Entscheidung auch.
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Kein Knopf, kein Warten. Jede Änderung wirkt sofort.
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Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.
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Jede Zahl, die von außen kommt, steht mit ihrer Fundstelle da.
Grenzen benannt
Wie genau die Rechnung ist und wo sie aufhört zu gelten, steht dabei.
Worauf diese Rechnung beruht
Die Grundlage dieses Rechners, nachzulesen bei der Stelle, die sie herausgibt. Wir denken uns nichts aus – du kannst alles nachprüfen.
- Statistisches BundesamtVerbraucherpreisindex und Inflationsrate
Wofür diese Rechnung gilt
Der Geltungsbereich und die Fälle, in denen die Zahl oben nicht zutrifft.
- Die Inflationsrate ist eine Annahme, keine Vorhersage – rechne das Ergebnis auch einmal mit einem Prozentpunkt mehr durch.
- Der Zinssatz muss der sein, den du tatsächlich bekommst, nicht der beworbene Aktionszins für die ersten sechs Monate.
- Die Abgeltungsteuer wird vereinfacht am Ende abgezogen; bei jährlicher Versteuerung fällt das Ergebnis etwas niedriger aus.
- Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € gilt je Person und Jahr und wird hier über den Zeitraum kumuliert.
- Kursgewinne, Fondsanlagen und Teilfreistellungen sind nicht abgebildet – dieser Rechner gilt für verzinste Guthaben.
Passend dazu
Fehlt dir eine Einstellung?
Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
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