Trockner-Vergleich
Ein Wärmepumpentrockner kostet in der Anschaffung deutlich mehr, verbraucht aber weniger als die Hälfte an Strom. Ob sich das lohnt, hängt an einer einzigen Frage: Wie oft läuft das Gerät? Trag deine Zahlen ein – die Verbrauchswerte stehen auf dem Energielabel.
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Ein Zweipersonenhaushalt kommt meist auf zwei bis drei, eine Familie mit Kindern auf fünf bis acht. Halbe Werte sind erlaubt: 0,5 heißt jede zweite Woche einmal.
Vom Energielabel: Dort steht der Verbrauch für 100 Gänge – diese Zahl durch 100 teilen. Übliche 8-kg-Geräte liegen bei 1,5 bis 2,0 kWh je Gang.
Ebenfalls vom Energielabel. Kondenstrockner ohne Wärmepumpe liegen meist bei 3,5 bis 4,5 kWh je Gang – also gut beim Doppelten.
Der Arbeitspreis von deiner Jahresabrechnung. Der Grundpreis gehört nicht dazu – den zahlst du auch, wenn das Gerät ausbleibt.
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Voreingestellt sind 0,35 €/kWh als Orientierung für Haushaltsstrom; mit einem älteren Vertrag zahlst du oft weniger, mit einem Neuvertrag manchmal mehr.
Der Preis des Geräts, das du tatsächlich ins Auge gefasst hast.
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Zur Einordnung: Wärmepumpentrockner mit 8 kg Fassungsvermögen liegen meist zwischen 450 und 900 €, Markengeräte mit Sonderprogrammen darüber.
Was ein vergleichbarer Kondenstrockner ohne Wärmepumpe kostet – meist 250 bis 450 €.
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Maßgeblich ist der Unterschied zum Wärmepumpentrockner, nicht der absolute Betrag: Vergleiche zwei Geräte derselben Größe und Ausstattung.
Genauer rechnen4 weitere Angaben
Drei Angaben, die das Ergebnis merklich verschieben. Am wichtigsten ist der Aufstellort: Ein Wärmepumpentrockner im kalten Keller verliert einen Teil seines Vorteils, weil er die Wärme aus genau dieser Raumluft holt.
Entscheidend für die Frage, ob sich der Aufpreis über das Geräteleben trägt. Trockner halten üblicherweise zehn bis fünfzehn Jahre.
Nur für den Wärmepumpentrockner von Bedeutung: Er zieht seine Wärme aus der Raumluft und arbeitet im kalten Keller spürbar schlechter.
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Der Kondenstrockner heizt elektrisch und ist davon kaum betroffen.
Steigende Strompreise verkürzen die Amortisation, weil der Vorteil des sparsameren Geräts jedes Jahr größer wird. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 2 bis 3 %.
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Wer vorsichtig rechnen will, trägt 0 ein.
Je Trocknungsgang, wie oben bei den beiden neuen Geräten. Leer lassen, wenn du es nicht weißt – dann rechnen wir den Vergleich nicht.
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Auf dem Energielabel oder im Datenblatt deines Geräts steht der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge – diese Zahl durch 100 teilen. Bei älteren Geräten ohne lesbares Label hilft ein Zwischenstecker mit Verbrauchsmessung: einen kompletten Gang messen, das Ergebnis ist direkt der Wert für dieses Feld. Zur Einordnung: Ältere Kondenstrockner liegen bei 3,5 bis 4,5 kWh je Gang, Ablufttrockner ähnlich, Wärmepumpentrockner bei 1,5 bis 2,0.
Je genauer du die Felder ausfüllst, desto genauer wird das Ergebnis. Die beiden Verbrauchswerte stehen im Datenblatt, meist je 100 Zyklen im Eco-Programm. Sie entscheiden die ganze Rechnung – der Aufpreis der Wärmepumpe hängt an nichts anderem.
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Warum der Unterschied so groß ist
Ein Kondenstrockner erzeugt Wärme mit einem Heizstab, bläst sie durch die Wäsche und kühlt die feuchte Luft anschließend wieder ab, damit das Wasser auskondensiert. Die eingesetzte Energie ist danach weg.
Ein Wärmepumpentrockner macht denselben Vorgang, gewinnt die Wärme aber beim Abkühlen zurück und schiebt sie über eine Wärmepumpe wieder in den Kreislauf. Er muss also nicht ständig neu heizen, sondern im Wesentlichen nur die Verluste ausgleichen. Deshalb liegt sein Verbrauch bei etwa der Hälfte oder darunter.
Der Preis dafür ist die aufwendigere Technik: ein Kältekreislauf mit Verdichter statt einer simplen Heizspirale. Daher der höhere Anschaffungspreis – und die Frage, ab wann er sich lohnt. Die Antwort hängt fast ausschließlich daran, wie oft das Gerät läuft.
Häufige Fragen
Wo finde ich den Verbrauch je Trocknungsgang?
Auf dem EU-Energielabel steht der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge im Standardprogramm. Diesen Wert durch 100 teilen. Steht dort 176 kWh, trägst du 1,76 ein. Die Angabe findest du auch im Datenblatt jedes Onlineshops – sie ist dort Pflicht.
Lohnt es sich, einen funktionierenden Kondenstrockner zu ersetzen?
Fast nie. Der Vergleich oben stellt zwei Neuanschaffungen gegeneinander; dein jetziges Gerät kommt als dritte Spalte dazu, sobald du unter „Genauer rechnen" seinen Verbrauch je Gang einträgst. Steht bereits ein funktionierendes Gerät da, ist der Vergleichsmaßstab nämlich nicht der Aufpreis, sondern der volle Kaufpreis des neuen Geräts – und den holt die Stromersparnis in aller Regel nicht herein. Mit dem eingetragenen Verbrauch zeigt der Rechner, was der Wechsel über die Nutzungsdauer an Strom bringt: So viel darf das neue Gerät höchstens kosten, damit es sich allein darüber trägt.
Was ist mit Ablufttrocknern?
Ablufttrockner brauchen einen Schlauch nach draußen und sind im Neugerätemarkt praktisch verschwunden. Ihr Verbrauch liegt etwa auf dem Niveau eines Kondenstrockners, dazu blasen sie warme Raumluft nach außen, die im Winter nachgeheizt werden muss. Wenn du einen vergleichen willst, trag seinen Labelwert einfach im Feld für den Kondenstrockner ein.
Trocknet ein Wärmepumpentrockner langsamer?
Ja, in der Regel dauert ein Gang länger, weil er mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Für die Wäsche ist das eher von Vorteil – empfindliche Textilien werden geschont. Für den Stromverbrauch ist die Dauer ohne Belang: Entscheidend ist die verbrauchte Energie, nicht die Laufzeit.
Was das Energielabel wirklich sagt
Seit der Neuskalierung der EU-Label reicht die Skala wieder von A bis G, und die Buchstaben sind streng geworden: Ein Gerät der Klasse A ist derzeit …
Seit der Neuskalierung der EU-Label reicht die Skala wieder von A bis G, und die Buchstaben sind streng geworden: Ein Gerät der Klasse A ist derzeit selten, die meisten guten Wärmepumpentrockner liegen bei A++ nach alter oder A bis B nach neuer Kennzeichnung.
Wichtiger als der Buchstabe ist die Zahl darunter: der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge im Standardprogramm. Genau diesen Wert braucht dieser Rechner, geteilt durch 100. Steht dort etwa 176 kWh, sind das 1,76 kWh je Gang.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist das ein Laborwert bei voller Beladung – wer regelmäßig halbe Ladungen trocknet, liegt je Kilogramm darüber. Zweitens hängt der reale Verbrauch stark davon ab, wie gut die Waschmaschine vorher geschleudert hat: Jede Umdrehung mehr beim Schleudern spart im Trockner Energie, weil Wasser mechanisch billiger zu entfernen ist als thermisch.
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Rechenweg offen
Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.
Nach oben begrenzt
Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.
Preise mit Datum
Jeder Preis trägt seinen Stand. Beim Händler gilt der aktuelle.
Wann sich der Aufpreis nicht lohnt
Diese Rechnung geht auch mal gegen den Wärmepumpentrockner aus, und das ist eine ehrliche Antwort. Sie geht allerdings seltener gegen ihn aus, als …
Diese Rechnung geht auch mal gegen den Wärmepumpentrockner aus, und das ist eine ehrliche Antwort. Sie geht allerdings seltener gegen ihn aus, als man denkt.
Rechne es an den Vorbelegungen nach: 2,2 Kilowattstunden Unterschied je Gang sind bei 35 Cent rund 77 Cent. Ein Aufpreis von 300 Euro ist damit nach etwa 390 Trocknungen wieder drin – egal, über wie viele Jahre die anfallen. Bei drei Gängen pro Woche sind das zweieinhalb Jahre, bei einem Gang pro Woche gut sieben. Erst darunter, bei ungefähr einem Gang alle zwei Wochen, reicht eine übliche Nutzungsdauer von zwölf Jahren nicht mehr aus.
Der Fall, in dem sich der Aufpreis wirklich nicht trägt, ist deshalb meist ein anderer: wenn ein funktionierender Kondenstrockner bereits dasteht. Dann steht dem Vorteil nicht der Aufpreis gegenüber, sondern der volle Neupreis – und ein funktionierendes Gerät zu ersetzen rechnet sich fast nie. Trag dafür unter „Genauer rechnen" den Verbrauch deines jetzigen Trockners ein. Der Rechner stellt dann eine eigene Kachel dazu: was der Wechsel über die Nutzungsdauer an Strom spart – und damit, wie viel das neue Gerät höchstens kosten darf, um sich allein darüber zu tragen.
Zwei Dinge verschieben die Grenze zusätzlich, beide zugunsten der Wärmepumpe: ein steigender Strompreis und ein hoher eigener Arbeitspreis. Gegen sie arbeitet nur ein kalter Aufstellort – im unbeheizten Keller braucht das Gerät rund 15 Prozent mehr.
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Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.
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So wählen wir unsere Empfehlungen aus
Zuerst zählt die berechnete Anforderung. Erst danach vergleichen wir Ausstattung, Verbrauch und Preis. Hersteller oder Provisionen beeinflussen die Reihenfolge nicht – wir verdienen an jedem Gerät gleich.
Worauf diese Rechnung beruht
Die Grundlage dieses Rechners, nachzulesen bei der Stelle, die sie herausgibt. Wir denken uns nichts aus – du kannst alles nachprüfen.
- EPREL – EU-Produktregister für EnergielabelVerbrauchswerte vom Energielabel
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Die Verbrauchswerte müssen vom EU-Energielabel der konkreten Geräte kommen – dort steht der Wert für 100 Gänge, geteilt durch 100.
- Beide Verbrauchswerte müssen sich auf dieselbe Füllmenge beziehen, sonst vergleicht die Rechnung Äpfel mit Birnen.
- Der Laborwert gilt für volle Beladung im Standardprogramm; halbe Ladungen verbrauchen je Kilogramm mehr.
- Ein Wärmepumpentrockner braucht regelmäßige Reinigung des Wärmetauschers – wird sie versäumt, steigt der Verbrauch deutlich über den Labelwert.
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Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
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