E-Bike-Reichweite und Akkugröße berechnen
„Bis zu 150 km" gilt unter Bedingungen, die im Alltag nie alle zusammentreffen: niedrigste Stufe, flach, leichter Fahrer, 20 Grad, neuer Akku. Derselbe 500-Wh-Akku bringt in Eco auf flacher Strecke rund 70 Kilometer – in Turbo, hügelig, mit Gepäck und bei 5 Grad keine 25. Dieser Rechner sagt dir, wie viele Wattstunden deine Strecke wirklich verlangt.
- 100 % kostenlosKeine versteckten Kosten, keine Zahlschranke
- Ohne AnmeldungKein Konto, keine E-Mail-Adresse
- Keine WeitergabeDeine Eingaben bleiben in deinem Browser
- Rechnet liveJede Änderung aktualisiert das Ergebnis sofort
Berechnet auf gutgerechnet.de · https://gutgerechnet.de/rechner/ebike-reichweite/
Deine Angaben
Die längste Tour, die ohne Nachladen gehen soll – bei einem Pendlerrad also Hin- und Rückweg zusammen, wenn am Ziel keine Steckdose steht.
Der größte Hebel überhaupt: Zwischen Eco und Turbo liegt fast das Dreifache an Verbrauch.
Mehr dazu
Sei ehrlich – wer sich ein E-Bike kauft, um bequem zu fahren, fährt selten in Eco.
Fahrer, Rad und Gepäck zusammen. Ein E-Bike wiegt selbst 22 bis 28 kg – das wird regelmäßig vergessen.
Mehr dazu
Bei 75 kg Körpergewicht und Rucksack kommt man schnell auf 105 kg.
Steigungen kosten am meisten, und zwar unabhängig davon, ob es hinterher wieder bergab geht – zurückgewinnen lässt sich die Energie nicht.
Mehr dazu
Hügelig bedeutet rund ein Drittel mehr Verbrauch, bergig fast das Doppelte.
Genauer rechnen5 weitere Angaben
Zwei Dinge wirken hier auf ganz verschiedene Weise: Tempo und Untergrund erhöhen den Verbrauch je Kilometer, Kälte und Alter senken die entnehmbare Kapazität. Wer im Winter mit einem alten Akku zügig fährt, verliert an beiden Enden.
Steht auf dem Akku oder im Datenblatt. Wenn dort Volt und Amperestunden stehen: Wattstunden sind Volt mal Amperestunden – 36 V × 14 Ah ergeben 504 Wh.
Mehr dazu
Damit rechnet die Seite aus, wie weit du mit deinem jetzigen Akku kommst.
Kälte senkt nicht den Verbrauch, sondern die entnehmbare Kapazität – rund 1,25 Prozent je Grad unter 20 °C. Bei 0 °C stehen noch etwa drei Viertel zur Verfügung.
Mehr dazu
Der Akku ist dabei nicht beschädigt: Bei Wärme kommt die Kapazität zurück.
Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.
Mehr dazu
Von 20 auf 25 km/h sind es rund ein Viertel mehr Verbrauch – deshalb sind schnelle S-Pedelecs deutlich durstiger als normale E-Bikes.
Schotter und weiche Wege erhöhen den Rollwiderstand deutlich.
Mehr dazu
Ein zweiter, oft größerer Posten steckt im Reifendruck: Ein zu weicher Reifen kostet leicht zehn Prozent Reichweite und ist in zwei Minuten behoben.
Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit den Jahren und den Ladezyklen Kapazität.
Mehr dazu
Nach 500 bis 1.000 vollen Zyklen sind noch rund 70 bis 80 Prozent üblich – das ist normaler Verschleiß und kein Defekt.
Je genauer du die Felder ausfüllst, desto genauer wird das Ergebnis.
Dein Ergebnis
rechnet live mitPassende Empfehlungen
Sterne = Kundenbewertungen bei OTTO, von uns nicht nachgeprüft. Die Anzahl der Bewertungen wird uns nicht übermittelt.
Warum „bis zu 150 km" nie stimmt
Die Reichweitenangabe auf dem Datenblatt ist nicht gelogen, sie ist nur unter Bedingungen gemessen, die im Alltag nie alle gleichzeitig zutreffen.
Gemessen wird typischerweise in der niedrigsten Unterstützungsstufe, auf ebener Strecke, mit einem Fahrer um 75 Kilogramm ohne Gepäck, bei rund 20 Grad, mit einem neuen Akku und in gemäßigtem Tempo. Jede dieser Bedingungen ist für sich genommen plausibel. Zusammen beschreiben sie eine Fahrt, die kaum jemand macht.
Der entscheidende Punkt ist, dass sich die Abweichungen multiplizieren. Eine Stufe höher kostet 40 Prozent. Hügeliges Gelände kostet 35 Prozent. Zwanzig Kilogramm mehr Gesamtgewicht kosten sieben Prozent. Fünf Grad statt zwanzig kosten 19 Prozent der nutzbaren Kapazität. Ein drei Jahre alter Akku noch einmal zwölf.
Aus 100 Kilometern werden so keine 80 und keine 60, sondern rund 35.
Das ist keine Verschwörung der Hersteller, sondern dasselbe Problem wie beim Kraftstoffverbrauch von Autos: Ein reproduzierbarer Messwert braucht feste Bedingungen, und feste Bedingungen sind nie die eigenen.
Für die Kaufentscheidung folgt daraus eine einfache Regel: Rechne mit deiner Strecke, deinem Gewicht und deiner tatsächlichen Fahrweise – und plane 20 bis 30 Prozent Reserve ein. Ein Akku, der rechnerisch genau reicht, reicht bei Gegenwind nicht. Und ein E-Bike ohne Unterstützung ist mit 25 Kilogramm deutlich schwerer als ein normales Fahrrad; die letzten Kilometer ohne Akku sind kein Vergnügen.
Häufige Fragen
Wie viele Kilometer schafft ein 500-Wh-Akku?
Zwischen 25 und 75 Kilometern, je nach Bedingungen. In Eco auf flacher Strecke mit einem leichten Fahrer bei 20 Grad sind rund 70 Kilometer realistisch. In Turbo, hügelig, mit Gepäck und bei 5 Grad bleiben keine 25. Die Spanne von Faktor drei kommt dadurch zustande, dass sich alle Einflüsse multiplizieren – jede Abweichung für sich wirkt moderat, zusammen aber drastisch. Rechne deshalb nicht mit einer Zahl, sondern mit deinen eigenen Bedingungen, und plane 20 bis 30 Prozent Reserve ein. Gegenwind allein kann eine ganze Unterstützungsstufe kosten.
Wie rechne ich Amperestunden in Wattstunden um?
Wattstunden sind Volt mal Amperestunden. Ein Akku mit 36 Volt und 14 Amperestunden hat 504 Wattstunden, einer mit 48 Volt und 14 Amperestunden dagegen 672. Das ist wichtig, weil Amperestunden allein nichts über die Energiemenge aussagen: Ein 48-Volt-System mit 10 Ah speichert mehr als ein 36-Volt-System mit 12 Ah, obwohl die Zahl kleiner aussieht. Beide Werte stehen auf dem Akku selbst, meist auf einem Aufkleber an der Unterseite. Für den Vergleich zwischen Rädern taugt nur die Wattstundenangabe.
Warum ist die Reichweite im Winter so viel geringer?
Aus zwei Gründen gleichzeitig. Erstens gibt ein kalter Lithium-Ionen-Akku weniger Energie ab – rund 1,25 Prozent je Grad unter 20 Grad, bei 0 Grad also etwa ein Viertel weniger. Das ist keine Beschädigung; bei Wärme ist die Kapazität vollständig wieder da. Zweitens fährt man im Winter meist ungünstiger: höhere Unterstützung gegen Wind und Kälte, dickere Kleidung mit mehr Luftwiderstand, oft nasse oder weiche Wege. Beides zusammen kann die Reichweite halbieren. Wirksam dagegen: den Akku in der Wohnung lagern und erst kurz vor der Fahrt einsetzen, gegebenenfalls mit einer Neoprenhülle. Und niemals bei Frost laden – erst auf Zimmertemperatur kommen lassen.
Lohnt sich ein größerer Akku oder ein zweiter?
Ein größerer Akku ist meist günstiger und bequemer, ein zweiter flexibler. Für den größeren spricht, dass ein Rad mit 750 statt 500 Wattstunden beim Kauf oft nur 200 bis 400 Euro mehr kostet, während ein Ersatzakku 500 bis 900 Euro aufruft. Für den zweiten spricht, dass er nur dann mitgeführt wird, wenn man ihn braucht – sonst bleibt das Rad leichter. Außerdem altern zwei Akkus langsamer, weil jeder weniger Zyklen sieht. Prüfe vor dem Kauf zwei Dinge: ob das Rad zwei Akkus gleichzeitig betreiben kann, was die meisten Systeme nicht können, und ob der Hersteller den Akkutyp langfristig liefert. Ein Akku hält nicht so lange wie das Rad.
Wie lange hält ein E-Bike-Akku?
Üblich sind 500 bis 1.000 vollständige Ladezyklen, bis noch rund 70 bis 80 Prozent der Ursprungskapazität zur Verfügung stehen. Ein Zyklus ist dabei eine volle Ladung, nicht ein Ansteckvorgang – zweimal von 50 auf 100 Prozent zählt als ein Zyklus. Bei Alltagsnutzung entspricht das grob fünf bis acht Jahren. Die Lebensdauer lässt sich spürbar verlängern: Lithium-Ionen-Zellen altern am langsamsten zwischen 30 und 70 Prozent Ladung und bei Zimmertemperatur. Für den Winter also halb geladen in die Wohnung, nicht voll in den kalten Keller. Vollständig laden schadet nur, wenn der Akku wochenlang so liegen bleibt; für die tägliche Fahrt ist es unproblematisch.
Was bringt der Reifendruck wirklich?
Mehr als die meisten erwarten: Zwischen 2,0 und 3,5 bar liegen leicht zehn Prozent Reichweite. Der Grund ist der Rollwiderstand – ein weicher Reifen verformt sich bei jeder Umdrehung stärker, und diese Verformungsarbeit kommt aus dem Akku. Der zulässige Druckbereich steht auf der Reifenflanke; bei Trekkingreifen sind es meist 3,5 bis 5 bar, bei breiten Ballonreifen deutlich weniger. Prüfen lohnt sich alle zwei bis vier Wochen, weil Schläuche auch ohne Defekt Luft verlieren. Das ist der billigste und schnellste Reichweitengewinn überhaupt – deutlich wirksamer als jede Fahrtechnik und günstiger als jeder größere Akku.
Verbrauch und Kapazität sind zwei verschiedene Dinge
Reichweite ist nutzbare Kapazität geteilt durch Verbrauch je Kilometer. Diese beiden Größen werden von verschiedenen Dingen beeinflusst, und das …
Reichweite ist nutzbare Kapazität geteilt durch Verbrauch je Kilometer. Diese beiden Größen werden von verschiedenen Dingen beeinflusst, und das Durcheinander erklärt viele Missverständnisse.
Den Verbrauch je Kilometer erhöhen: die Unterstützungsstufe, das Gesamtgewicht, Steigungen, Gegenwind, weicher Untergrund, niedriger Reifendruck und hohes Tempo. Bei all dem holt sich der Motor mehr Energie aus dem Akku für dieselbe Strecke.
Die nutzbare Kapazität senken: der Tiefentladeschutz, Kälte und Alterung. Hier steht schlicht weniger Energie zur Verfügung, unabhängig davon, wie man fährt.
Das erklärt, warum Winterfahrten doppelt teuer sind: Man fährt oft in höherer Stufe, weil man warm bleiben will oder gegen Wind ankämpft – und gleichzeitig gibt der kalte Akku weniger her.
Beim Tiefentladeschutz sind rund zehn Prozent üblich. Die Steuerung schaltet ab, bevor die Zellen wirklich leer sind, weil Tiefentladung sie dauerhaft schädigt. Diese Reserve ist kein Verlust, sondern Lebensdauer.
Die Kälte wirkt anders, als viele denken: Sie beschädigt nichts. Bei niedrigen Temperaturen laufen die chemischen Vorgänge in der Zelle langsamer ab, und ein Teil der Energie lässt sich nicht entnehmen. Wird der Akku wieder warm, ist sie vollständig da. Deshalb hilft es, den Akku in der Wohnung zu lagern und erst kurz vor der Fahrt einzusetzen.
Was dem Akku wirklich schadet, ist Laden bei Frost. Wer bei Minusgraden nach Hause kommt, sollte den Akku erst auf Zimmertemperatur bringen und dann anstecken.
Die Alterung schließlich ist normaler Verschleiß. Nach 500 bis 1.000 vollständigen Ladezyklen sind 70 bis 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität üblich. Am langsamsten altern Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent Ladung und bei Zimmertemperatur – für lange Standzeiten also halb geladen in die Wohnung.
Rechnet live mit
Kein Knopf, kein Warten. Jede Änderung wirkt sofort.
Rechenweg offen
Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.
Nach oben begrenzt
Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.
Preise mit Datum
Jeder Preis trägt seinen Stand. Beim Händler gilt der aktuelle.
Wie groß der Akku sein sollte
Die Frage beim Kauf lautet selten „wie weit komme ich", sondern „wie viel Akku brauche ich". Das ist dieselbe Rechnung, nur andersherum – und der …
Die Frage beim Kauf lautet selten „wie weit komme ich", sondern „wie viel Akku brauche ich". Das ist dieselbe Rechnung, nur andersherum – und der Rechner oben gibt beide Antworten.
Als Orientierung für typische Fälle, gerechnet mit realistischen Bedingungen und Reserve:
Pendeln über 15 Kilometer je Strecke in flachem Gelände, Tour-Modus: rund 400 Wattstunden reichen für Hin- und Rückweg mit Reserve. Wer täglich am Ziel laden kann, kommt mit weniger aus.
Tagestouren über 60 Kilometer in hügeligem Gelände: 600 bis 750 Wattstunden. Hier lohnt sich die größere Variante fast immer, weil das Nachladen unterwegs die Tour bestimmt.
Bergiges Gelände, Lastenrad oder regelmäßig schweres Gepäck: ab 750 Wattstunden, oder ein Zweitakku.
Bei der Entscheidung zwischen einem großen Akku und zwei kleineren gibt es kein pauschales Richtig. Ein großer Akku ist bequemer und meist günstiger als zwei kleine. Zwei Akkus sind flexibler, verteilen das Gewicht besser und lassen sich unabhängig ersetzen – ein Akku hält nicht so lange wie das Rad, und ein Ersatz kostet 500 bis 900 Euro.
Ein Punkt, der beim Kauf regelmäßig übersehen wird: Der Akku ist an das Motorsystem gebunden. Wer in fünf Jahren einen Ersatz braucht, ist auf die Verfügbarkeit beim jeweiligen Hersteller angewiesen. Bei den großen Systemen ist das unkritisch, bei kleinen Anbietern und Eigenmarken ein echtes Risiko – und der Grund, aus dem ein günstiges Rad teuer werden kann.
Und schließlich der billigste Reichweitengewinn überhaupt: der Reifendruck. Zwischen 2,0 und 3,5 bar liegen leicht zehn Prozent. Das ist mehr, als der Unterschied zwischen zwei Akkugrößen kostet – und es dauert zwei Minuten.
Rechnet live mit
Kein Knopf, kein Warten. Jede Änderung wirkt sofort.
Rechenweg offen
Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.
Nach oben begrenzt
Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.
Preise mit Datum
Jeder Preis trägt seinen Stand. Beim Händler gilt der aktuelle.
So wählen wir unsere Empfehlungen aus
Zuerst zählt die berechnete Anforderung. Erst danach vergleichen wir Ausstattung, Verbrauch und Preis. Hersteller oder Provisionen beeinflussen die Reihenfolge nicht – wir verdienen an jedem Gerät gleich.
Worauf diese Rechnung beruht
Die Grundlage dieses Rechners, nachzulesen bei der Stelle, die sie herausgibt. Wir denken uns nichts aus – du kannst alles nachprüfen.
- EUR-Lex – Amtsblatt der Europäischen UnionEU-Verordnungen und Richtlinien
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Wattstunden sind Volt mal Amperestunden: 36 V × 14 Ah ergeben 504 Wh.
- Zwischen Eco und Turbo liegt fast das Dreifache an Verbrauch je Kilometer.
- Rund 10 % der Kapazität bleiben durch den Tiefentladeschutz ungenutzt.
- Kälte senkt die nutzbare Kapazität um rund 1,25 % je Grad unter 20 °C – vorübergehend.
- Nach 500 bis 1.000 Ladezyklen sind 70 bis 80 % der Ursprungskapazität normal.
- Reifendruck prüfen: 2,0 statt 3,5 bar kosten leicht 10 % Reichweite.
- Akku bei Frost nicht laden und für lange Standzeiten bei etwa halber Ladung lagern.
- Das Rad selbst wiegt 22 bis 28 kg – beim Gesamtgewicht mitrechnen.
Passend dazu
Fehlt dir eine Einstellung?
Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
Der linke Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff. Wenn du keines eingerichtet hast, kopier dir die Adressekontakt@gutgerechnet.de und schreib uns aus deinem Webmail. Abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst.