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Gut gerechnet

Wohnmobil-Autarkierechner

Die häufigste Enttäuschung beim Ausbau: 100 Ah Batterie gekauft, und nach anderthalb Tagen ist Schluss. Der Grund sind nutzbare Kapazität und Jahreszeit, die fast alle Rechner unterschlagen. Trag deine Verbraucher ein und du siehst, was du wirklich brauchst.

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Deine Angaben

Tage

Nur die Schlechtwettertage – wie lange du insgesamt stehst, deckt die Solaranlage ab. Üblich sind 2 Tage; wer im Herbst unterwegs ist, nimmt 3.

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Warum nicht die ganze Standdauer? Weil die Solaranlage oben schon so ausgelegt ist, dass sie den Tagesverbrauch deckt. Eine Batterie zusätzlich für jeden Standtag auszulegen hiesse, zweimal für dieselbe Kilowattstunde zu bezahlen – bei vierzehn Tagen käme man auf über 1.200 Ah, also rund zehn Batterien. Was du wirklich überbrücken musst, sind die Tage, an denen die Sonne nichts liefert.

Flach auf dem Dach montierte Module. Die Werte gelten für Mitteleuropa – südlich der Alpen liegt der Ertrag deutlich höher.

Bei über 30 °C Außentemperatur kann sich der Verbrauch nahezu verdoppeln.

Licht und Wasserpumpe zusammen. Die Pumpe zieht nur kurz, dafür bei jedem Handgriff am Wasserhahn.

Die Wärme kommt aus Gas oder Diesel – Strom braucht nur das Gebläse. Im Winter ist es trotzdem der zweitgrößte Posten.

Alles, was abends läuft. Starlink ist der größte Posten – es zieht auch im Leerlauf.

Entscheidend ist nicht die aufgedruckte Kapazität, sondern wie viel du davon entnehmen darfst, ohne die Batterie zu schädigen.

Genauer rechnen5 weitere Angaben

Der Laderegler ist der am meisten unterschätzte Posten – zwischen PWM und MPPT liegen bis zu 30 % Ertrag. Wer regelmäßig fährt, sollte außerdem den Ladebooster mitrechnen: Er ersetzt oft mehr Solarleistung, als aufs Dach passt.

Ein MPPT-Regler holt aus derselben Modulfläche 20 bis 30 % mehr heraus als ein einfacher PWM-Regler. Der Aufpreis rechnet sich fast immer.

Kälte senkt die nutzbare Kapazität jeder Batterie. LiFePO4 darf unter 0 °C zudem nicht geladen werden – dafür braucht es eine Heizfunktion.

h Fahrt/Woche

Stunden Fahrt in einer typischen Woche – 0 heißt, du stehst die ganze Zeit. Ein Ladebooster liefert etwa 240 Wh je Stunde Fahrt.

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Auf die Woche bezogen, weil das die Größe ist, die man von sich kennt: „Wir fahren alle drei Tage eine Stunde weiter" sind rund 2,5 Stunden je Woche. Zwei Stunden Fahrt pro Woche ersetzen im Frühjahr schon rund 30 Wp Solarleistung – ein Ladebooster ist deshalb oft günstiger als das nächste Modul aufs Dach.

Wp

Alle Module zusammengezählt. Leer lassen, wenn du noch nichts hast.

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Die Zahl steht auf dem Typenschild an der Modulrückseite und im Datenblatt, dort als „Pmax" oder Nennleistung. Übliche Dachmodule liegen bei 100 bis 200 Wp je Stück; ein Kastenwagen trägt insgesamt 300 bis 500 Wp, ein Teilintegrierter 400 bis 700 Wp. Faltbare Module, die nur bei Bedarf herausgelegt werden, gehören nicht dazu – dieser Rechner legt die fest montierte Anlage aus.

Ah

Alle Aufbaubatterien zusammen, so wie es aufgedruckt ist. Leer lassen, wenn du noch nichts hast.

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Steht auf dem Aufkleber der Batterie, meist als „100 Ah" neben der Spannung. Gemeint ist die aufgedruckte Nennkapazität, nicht die nutzbare – wie viel du davon entnehmen darfst, rechnen wir über den Batterietyp oben. Übliche Größen sind 100 bis 150 Ah im Campervan und 200 bis 300 Ah im Wohnmobil. Bei einer 24-Volt-Anlage die Amperestunden verdoppeln, damit sie mit den 12 Volt dieses Rechners vergleichbar sind.

Je genauer du die Felder ausfüllst, desto genauer wird das Ergebnis.

Dein Ergebnis

rechnet live mit

Wie dieser Rechner rechnet

Alle Verbraucher werden in Wattstunden pro Tag angegeben. Das ist die Größe, die im Wohnmobil zählt – nicht die Wattzahl auf dem Typenschild, weil kaum ein Gerät durchgehend läuft.

Die nötige Solarleistung ergibt sich aus dem Tagesverbrauch geteilt durch den spezifischen Ertrag der Jahreszeit. Flach auf dem Dach liegende Module liefern in Mitteleuropa im Hochsommer etwa 4,5 Wattstunden je Watt Modulleistung und Tag, im Frühjahr und Herbst rund 2,5 und im Winter nur noch etwa 1,0. Dazu kommen rund 15 Prozent Verlust im Laderegler.

Der Faktor Jahreszeit ist der Grund, warum so viele Anlagen enttäuschen: Dieselbe Anlage, die im Juli mühelos alles deckt, schafft im Dezember nur noch ein Fünftel.

Die Batterie legen wir auf den vollen Verbrauch der gewählten Tage aus und teilen durch die nutzbare Kapazität. Bei LiFePO4 sind das rund 80 Prozent, bei AGM etwa 50, bei einer einfachen Nassbatterie nur 30. Genau hier liegt die zweite große Enttäuschung: Eine 100-Ah-Nassbatterie gibt nur etwa 30 Ah her, bevor sie Schaden nimmt.

Häufige Fragen

Wie viele Solarmodule passen aufs Dach?

Als Faustregel: Ein Kastenwagen bietet Platz für 300 bis 500 Wp, ein Teilintegrierter für 400 bis 700 Wp. Moderne Module liefern etwa 100 Wp je halbem Quadratmeter. Dachluken, Klimaanlage und Antenne fressen allerdings mehr Fläche, als man denkt – messe vor dem Kauf nach.

LiFePO4 oder AGM – lohnt der Aufpreis?

In den meisten Fällen ja. LiFePO4 kostet etwa das Zweieinhalbfache, liefert aber mehr als die doppelte nutzbare Kapazität, hält drei- bis fünfmal so viele Zyklen und wiegt bei gleicher Kapazität weniger als die Hälfte. Auf die Lebensdauer gerechnet ist sie meist günstiger. Für seltene Nutzung ein paar Wochenenden im Jahr kann AGM ausreichen.

Brauche ich wirklich einen Ladebooster?

Bei Fahrzeugen ab etwa Baujahr 2015 in der Regel ja. Sie regeln die Lichtmaschine zur Spritersparnis herunter, sodass die Aufbaubatterie nur noch auf rund 80 Prozent kommt. Ein Ladebooster hebt die Spannung an und lädt vollständig. Bei LiFePO4 ist er praktisch immer nötig.

Was ist mit Wintercamping?

Zwei Punkte sind kritisch. Erstens der Solarertrag: Er fällt auf etwa ein Fünftel des Sommerwerts. Zweitens die Batterie – LiFePO4 darf unter 0 °C nicht geladen werden. Achte auf ein Modell mit Heizfunktion oder Tieftemperaturschutz, sonst nimmt die Batterie beim Laden dauerhaft Schaden.

Warum 100 Ah fast nie reichen

Die 100-Ah-Batterie ist der Standard im Handel – und für die meisten Ausbauten zu klein. Rechne mit: 100 Ah bei 12 Volt sind 1.200 Wattstunden …

Die 100-Ah-Batterie ist der Standard im Handel – und für die meisten Ausbauten zu klein. Rechne mit: 100 Ah bei 12 Volt sind 1.200 Wattstunden brutto. Bei einer AGM-Batterie bleiben davon 600 Wh nutzbar.

Ein typischer Camper mit Kompressorkühlschrank, Licht, Pumpe und Laptop verbraucht 800 bis 1.200 Wh am Tag. Die AGM-Batterie ist damit nach einem halben Tag leer.

Als Orientierung aus der Praxis: Mini-Camper mit nur Licht und Handy kommen mit 50 bis 100 Ah LiFePO4 aus. Ein kompakter Campervan mit Kühlbox und Laptop braucht 100 bis 150 Ah. Ein voll ausgestattetes Wohnmobil liegt bei 200 bis 300 Ah.

Rechnet live mit

Kein Knopf, kein Warten. Jede Änderung wirkt sofort.

Rechenweg offen

Jeder Zwischenwert steht rechts unter „Mehr Details". Nichts ist eine Blackbox.

Nach oben begrenzt

Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.

Preise mit Datum

Jeder Preis trägt seinen Stand. Beim Händler gilt der aktuelle.

Solar allein reicht selten

Volle Autarkie über Solar funktioniert in Mitteleuropa zuverlässig nur von etwa April bis September. Für den Rest des Jahres brauchst du eine zweite …

Volle Autarkie über Solar funktioniert in Mitteleuropa zuverlässig nur von etwa April bis September. Für den Rest des Jahres brauchst du eine zweite Quelle.

Die naheliegendste ist die Lichtmaschine: Wer alle paar Tage ohnehin fährt, lädt dabei nach. Dafür ist allerdings ein Ladebooster nötig, weil moderne Fahrzeuge mit intelligenter Lichtmaschine die Aufbaubatterie sonst nicht mehr voll laden.

Die Kombination aus 300 bis 400 Wp Solar, 200 Ah LiFePO4 und einem Ladebooster deckt in der Praxis fast alle Situationen ab – im Sommer unbegrenzt, im Winter mit gelegentlichem Fahren oder einer Nacht am Landstrom.

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Zu große Geräte schlagen wir bewusst nicht vor.

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So wählen wir unsere Empfehlungen aus

Zuerst zählt die berechnete Anforderung. Erst danach vergleichen wir Ausstattung, Verbrauch und Preis. Hersteller oder Provisionen beeinflussen die Reihenfolge nicht – wir verdienen an jedem Gerät gleich.

Zuerst die berechnete AnforderungDie Auswahl beginnt bei dem Wert, den dein Ergebnis verlangt – nicht beim Preis und nicht beim Hersteller.
Auch nach oben begrenztDeutlich überdimensionierte Geräte schlagen wir bewusst nicht vor. Mehr Leistung als nötig kostet Geld und oft auch Strom.
Preise mit DatumJeder Preis trägt seinen Stand. Beim Händler gilt der aktuelle – zwischen Abruf und Klick können Wochen liegen.
Keine bezahlte ReihenfolgeDie Provision geht mit dem Gewicht null in die Sortierung ein – zuerst entscheidet ohnehin, wie gut ein Gerät zu deinem Ergebnis passt.
Stand steht an jedem PreisDer Katalog wird beim Bauen der Seite geholt, wenn er älter als einen Tag ist. Zwischen zwei Aktualisierungen kann er älter sein – deshalb trägt jedes Angebot sein Datum.
Leere Plätze bleiben leerPasst zu deinem Ergebnis nichts, steht dort nichts. Lieber keine Empfehlung als eine, die nicht passt.

Worauf diese Rechnung beruht

Die Grundlage dieses Rechners, nachzulesen bei der Stelle, die sie herausgibt. Wir denken uns nichts aus – du kannst alles nachprüfen.

Was dein Gerät können muss

Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.

  • Solarmodule mit MPPT-Laderegler, nicht PWM – bringt bei gleicher Modulfläche 20 bis 30 % mehr Ertrag.
  • LiFePO4-Batterie mit integriertem Batteriemanagement und Tieftemperaturschutz fürs Wintercamping.
  • Ladebooster (DC-DC-Wandler), wenn über die Lichtmaschine geladen werden soll – moderne Fahrzeuge laden sonst nicht voll.
  • Batteriemonitor mit Shunt – nur damit siehst du den echten Ladestand statt einer geschätzten Spannungsanzeige.
  • Kabelquerschnitt passend zur Stromstärke – zu dünne Kabel sind die häufigste Fehlerquelle im Selbstausbau.
  • Hauptsicherung direkt an der Batterie, maximal 30 cm vom Pluspol entfernt.

Passend dazu

Fehlt dir eine Einstellung?

Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.

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