Watt, Ampere und Volt umrechnen
Aus zwei bekannten Größen lassen sich alle übrigen exakt berechnen. Gib die Spannung an und einen zweiten Wert – du bekommst Leistung, Stromstärke und Widerstand, jeweils mit der verwendeten Formel.
Typische Werte: 230 V Haushalt, 400 V Drehstrom, 12 oder 24 V im Fahrzeug, 3,7 V je Lithium-Zelle.
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Optional – zeigt zusätzlich, wie viele Wattstunden dabei umgesetzt werden.
Genauer rechnen2 weitere Angaben
Für Gleichstrom und einfache Verbraucher stimmt die Grundrechnung exakt. Bei Motoren, Netzteilen und Drehstrom kommen diese beiden Faktoren dazu – sie verändern das Verhältnis zwischen Strom und nutzbarer Leistung erheblich.
Bei Wechselstrom leistet nicht der gesamte fließende Strom nutzbare Arbeit. Für die Auslegung von Kabel und Sicherung zählt trotzdem der volle Strom.
Bei Drehstrom kommt der Faktor Wurzel 3 ≈ 1,73 hinzu: P = 1,73 × U × I × cos φ.
Diese Umrechnung ist exakt – sie beruht direkt auf dem ohmschen Gesetz und der Leistungsformel, ohne Näherungen. Die einzige Einschränkung: Bei Wechselstrom mit Motoren, Netzteilen oder Leuchtstofflampen gilt zusätzlich der Leistungsfaktor cos φ, den dieser Rechner nicht kennt. Für Gleichstrom und rein ohmsche Lasten wie Heizungen stimmt das Ergebnis auf die Nachkommastelle.
Die beiden Formeln, die alles erklären
Die gesamte Umrechnung beruht auf zwei Zusammenhängen.
Das **ohmsche Gesetz** verbindet Spannung, Stromstärke und Widerstand: U = R × I. Umgestellt ergibt das I = U ÷ R und R = U ÷ I.
Die **Leistungsformel** verbindet Spannung, Stromstärke und Leistung: P = U × I. Umgestellt ergibt das I = P ÷ U und U = P ÷ I.
Kennst du zwei beliebige Größen, lassen sich alle übrigen daraus berechnen. Genau das macht der Rechner oben – und zeigt dir jeden Schritt mit der verwendeten Formel.
Diese Zusammenhänge sind exakt, keine Näherung. Was in der Praxis abweicht, liegt an der Last: Bei Motoren und Netzteilen fließt Strom, der keine nutzbare Arbeit leistet.
Warum bei 12 Volt so viel Strom fließt
Leistung ist Spannung mal Strom. Bleibt die Leistung gleich und sinkt die Spannung, muss der Strom im gleichen Verhältnis steigen.
Ein Beispiel: Ein Gerät mit 1.000 Watt zieht bei 230 Volt rund 4,3 Ampere. Dasselbe Gerät an 12 Volt zöge 83 Ampere – fast das Zwanzigfache.
Das ist der Grund, warum im Wohnmobil so dicke Kabel liegen und warum jede Verbindungsstelle dort kritisch ist: Bei 83 Ampere erzeugt schon ein schlecht gecrimpter Kontakt spürbare Wärme.
Und es ist der Grund, warum die Energietechnik hohe Spannungen nutzt: Bei gleicher übertragener Leistung sinkt der Strom – und damit die Verluste, die mit dem Quadrat des Stroms wachsen.
Watt oder Voltampere – wo der Unterschied zählt
Bei einer reinen Widerstandslast wie einer Heizung oder einer Glühlampe sind Watt und Voltampere identisch. Strom und Spannung schwingen im Gleichtakt, die gesamte übertragene Leistung wird in Wärme oder Licht umgesetzt.
Bei Motoren, Transformatoren, Netzteilen und Leuchtstofflampen ist das anders. Dort läuft der Strom der Spannung zeitlich hinterher. Ein Teil der Leistung pendelt zwischen Quelle und Verbraucher hin und her, ohne Arbeit zu leisten. Das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung heißt Leistungsfaktor oder cos φ.
Praktisch heißt das: Ein Wechselrichter mit „2.000 VA" liefert bei einem Leistungsfaktor von 0,8 nur 1.600 Watt nutzbare Leistung. Bei der Auslegung von Sicherungen und Kabeln zählt immer die Scheinleistung, also der tatsächlich fließende Strom.
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Die Formeln gelten exakt für Gleichstrom und für Wechselstrom mit rein ohmscher Last (Heizung, Glühlampe).
- Bei Motoren, Netzteilen und Leuchtstofflampen weicht die Wirkleistung wegen des Leistungsfaktors ab – dort gilt P = U × I × cos φ.
- Volt-Ampere (VA) ist die Scheinleistung und bei ohmscher Last gleich der Wattzahl, sonst größer.
- Bei Drehstrom mit 400 V gilt zusätzlich der Faktor Wurzel 3 (etwa 1,73).
- Der genannte Kabelquerschnitt ist eine grobe Größenordnung für frei verlegte Leitungen – für die echte Auslegung den Kabelquerschnitt-Rechner nutzen.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich Watt in Ampere um?
Ampere = Watt geteilt durch Volt. Ein 2.000-Watt-Gerät an 230 Volt zieht 8,7 Ampere. Ohne Angabe der Spannung ist die Umrechnung nicht möglich – Watt allein sagt nichts über die Stromstärke aus.
Wie groß muss die Sicherung sein?
Die Sicherung schützt die Leitung, nicht das Gerät. Sie muss über dem Betriebsstrom liegen, aber unter der Strombelastbarkeit des verwendeten Kabels. Für die konkrete Auslegung nutze den Kabelquerschnitt-Rechner, der beides zusammen prüft.
Was bedeutet mAh bei einem Akku?
Milliamperestunden geben die Ladungsmenge an, nicht die Energie. Erst mal der Spannung ergibt sich die Energie: Ein Akku mit 5.000 mAh bei 3,7 V enthält 5 Ah × 3,7 V = 18,5 Wh. Ohne Spannungsangabe lassen sich Akkukapazitäten nicht vergleichen.
Gilt das auch für Drehstrom?
Nicht direkt. Bei Drehstrom mit 400 Volt kommt der Faktor Wurzel 3 hinzu, also etwa 1,73: P = 1,73 × U × I × cos φ. Ein 400-V-Motor mit 5,5 kW zieht rund 11 Ampere statt der 13,75, die sich aus der einfachen Formel ergäben.
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