Gut gerechnetRechner, die dir die Kaufentscheidung abnehmen

Trockner-Vergleich

Ein Wärmepumpentrockner kostet in der Anschaffung deutlich mehr, verbraucht aber weniger als die Hälfte an Strom. Ob sich das lohnt, hängt an einer einzigen Frage: Wie oft läuft das Gerät? Trag deine Zahlen ein – die Verbrauchswerte stehen auf dem Energielabel.

Gänge

Ein Zweipersonenhaushalt kommt meist auf zwei bis drei, eine Familie mit Kindern auf fünf bis acht. Halbe Werte sind erlaubt: 0,5 heißt jede zweite Woche einmal.

kWh/Gang

Vom Energielabel: Dort steht der Verbrauch für 100 Gänge – diese Zahl durch 100 teilen. Übliche 8-kg-Geräte liegen bei 1,5 bis 2,0 kWh je Gang.

kWh/Gang

Ebenfalls vom Energielabel. Kondenstrockner ohne Wärmepumpe liegen meist bei 3,5 bis 4,5 kWh je Gang – also gut beim Doppelten.

€/kWh

Der Preis des Geräts, das du tatsächlich ins Auge gefasst hast.

Genauer rechnen3 weitere Angaben

Drei Angaben, die das Ergebnis merklich verschieben. Am wichtigsten ist der Aufstellort: Ein Wärmepumpentrockner im kalten Keller verliert einen Teil seines Vorteils, weil er die Wärme aus genau dieser Raumluft holt.

Jahre

Entscheidend für die Frage, ob sich der Aufpreis über das Geräteleben trägt. Trockner halten üblicherweise zehn bis fünfzehn Jahre.

Nur für den Wärmepumpentrockner von Bedeutung: Er zieht seine Wärme aus der Raumluft und arbeitet im kalten Keller spürbar schlechter. Der Kondenstrockner heizt elektrisch und ist davon kaum betroffen.

%

Steigende Strompreise verkürzen die Amortisation, weil der Vorteil des sparsameren Geräts jedes Jahr größer wird.

Wie genau ist dieses Ergebnis?

Die Rechnung selbst ist exakt für die Werte, die du eingibst – und die entscheidenden Werte kommen nicht von uns, sondern vom Energielabel deiner Geräte. Genau deshalb sind sie Eingabefelder: Eine pauschale Verbrauchszahl je Gerätetyp gibt es nicht, sie hängt an Modell, Beladung, Programm und Restfeuchte der Wäsche aus der Schleuder. Der Laborwert des Labels gilt für das Standardprogramm bei voller Beladung; wer halbe Ladungen trocknet, verbraucht je Kilogramm mehr. Der Faktor für den Aufstellort ist ein Erfahrungswert und keine Norm. Nicht enthalten sind Reparaturen, die Reinigung des Wärmetauschers und der Umstand, dass ein Wärmepumpentrockner länger für einen Gang braucht.

Die verlässlichste Quelle für den Verbrauch ist das EU-Energielabel des konkreten Geräts – dort steht der Wert für 100 Trocknungsgänge im Standardprogramm. Für die Einordnung einzelner Modelle helfen die Untersuchungen der Verbraucherorganisationen weiter.

Warum der Unterschied so groß ist

Ein Kondenstrockner erzeugt Wärme mit einem Heizstab, bläst sie durch die Wäsche und kühlt die feuchte Luft anschließend wieder ab, damit das Wasser auskondensiert. Die eingesetzte Energie ist danach weg.

Ein Wärmepumpentrockner macht denselben Vorgang, gewinnt die Wärme aber beim Abkühlen zurück und schiebt sie über eine Wärmepumpe wieder in den Kreislauf. Er muss also nicht ständig neu heizen, sondern im Wesentlichen nur die Verluste ausgleichen. Deshalb liegt sein Verbrauch bei etwa der Hälfte oder darunter.

Der Preis dafür ist die aufwendigere Technik: ein Kältekreislauf mit Verdichter statt einer simplen Heizspirale. Daher der höhere Anschaffungspreis – und die Frage, ab wann er sich lohnt. Die Antwort hängt fast ausschließlich daran, wie oft das Gerät läuft.

Was das Energielabel wirklich sagt

Seit der Neuskalierung der EU-Label reicht die Skala wieder von A bis G, und die Buchstaben sind streng geworden: Ein Gerät der Klasse A ist derzeit selten, die meisten guten Wärmepumpentrockner liegen bei A++ nach alter oder A bis B nach neuer Kennzeichnung.

Wichtiger als der Buchstabe ist die Zahl darunter: der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge im Standardprogramm. Genau diesen Wert braucht dieser Rechner, geteilt durch 100. Steht dort etwa 176 kWh, sind das 1,76 kWh je Gang.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist das ein Laborwert bei voller Beladung – wer regelmäßig halbe Ladungen trocknet, liegt je Kilogramm darüber. Zweitens hängt der reale Verbrauch stark davon ab, wie gut die Waschmaschine vorher geschleudert hat: Jede Umdrehung mehr beim Schleudern spart im Trockner Energie, weil Wasser mechanisch billiger zu entfernen ist als thermisch.

Wann sich der Aufpreis nicht lohnt

Diese Rechnung geht auch mal gegen den Wärmepumpentrockner aus, und das ist eine ehrliche Antwort.

Wer selten trocknet – etwa ein bis zwei Gänge pro Woche – kommt im Jahr auf so wenige Trocknungen, dass der Stromvorteil den Aufpreis über die Lebensdauer kaum einholt. Dasselbe gilt, wenn der Kondenstrockner bereits vorhanden ist und noch funktioniert: Dann steht dem Vorteil nicht der Aufpreis gegenüber, sondern der volle Neupreis, und ein funktionierendes Gerät zu ersetzen rechnet sich fast nie.

Umgekehrt gilt: Bei fünf und mehr Gängen pro Woche ist die Sache meist nach wenigen Jahren entschieden. Und je weiter der Strompreis steigt, desto schneller.

Was dein Gerät können muss

Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.

  • Die Verbrauchswerte müssen vom EU-Energielabel der konkreten Geräte kommen – dort steht der Wert für 100 Gänge, geteilt durch 100.
  • Beide Verbrauchswerte müssen sich auf dieselbe Füllmenge beziehen, sonst vergleicht die Rechnung Äpfel mit Birnen.
  • Der Laborwert gilt für volle Beladung im Standardprogramm; halbe Ladungen verbrauchen je Kilogramm mehr.
  • Ein Wärmepumpentrockner braucht regelmäßige Reinigung des Wärmetauschers – wird sie versäumt, steigt der Verbrauch deutlich über den Labelwert.

Passende Produkte

Hier erscheinen später passende Produkte in drei Gruppen: günstige Messgeräte, mit denen du die Rechnung oben genauer machst; das Hauptgerät selbst; und Zubehör, das in Komplettsets oft fehlt. Jeweils mit Kauf-Link zu Amazon und, wo es sich lohnt, zusätzlich zu einem Fachhändler – du entscheidest, wem du vertraust. Eingetragen wird erst, wenn die Partnerprogramme stehen: mit echten Produkten und sichtbarer Werbekennzeichnung.

Häufige Fragen

Wo finde ich den Verbrauch je Trocknungsgang?

Auf dem EU-Energielabel steht der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge im Standardprogramm. Diesen Wert durch 100 teilen. Steht dort 176 kWh, trägst du 1,76 ein. Die Angabe findest du auch im Datenblatt jedes Onlineshops – sie ist dort Pflicht.

Lohnt es sich, einen funktionierenden Kondenstrockner zu ersetzen?

Fast nie. Dieser Rechner vergleicht zwei Neuanschaffungen. Steht bereits ein funktionierendes Gerät da, ist der Vergleichsmaßstab nicht der Aufpreis, sondern der volle Kaufpreis des neuen Geräts – und den holt die Stromersparnis in aller Regel nicht herein. Trag in diesem Fall bei „Kaufpreis Kondenstrockner" eine Null ein, dann siehst du die ehrliche Rechnung.

Was ist mit Ablufttrocknern?

Ablufttrockner brauchen einen Schlauch nach draußen und sind im Neugerätemarkt praktisch verschwunden. Ihr Verbrauch liegt etwa auf dem Niveau eines Kondenstrockners, dazu blasen sie warme Raumluft nach außen, die im Winter nachgeheizt werden muss. Wenn du einen vergleichen willst, trag seinen Labelwert einfach im Feld für den Kondenstrockner ein.

Trocknet ein Wärmepumpentrockner langsamer?

Ja, in der Regel dauert ein Gang länger, weil er mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Für die Wäsche ist das eher von Vorteil – empfindliche Textilien werden geschont. Für den Stromverbrauch ist die Dauer ohne Belang: Entscheidend ist die verbrauchte Energie, nicht die Laufzeit.

Passt dazu

Fehlt dir eine Einstellung?

Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.

Vorschlag schreiben

Der Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.