Gut gerechnetRechner, die dir die Kaufentscheidung abnehmen

Stromspeicher-Rechner

Ein Speicher lohnt sich nicht immer – und zu groß gekauft wird er fast immer. Entscheidend ist, wie viel Strom dein Haushalt nachts zieht und wie viel dein Balkonkraftwerk tagsüber übrig lässt. Gib beides ein und du siehst die passende Größe, die zusätzliche Ersparnis und die ehrliche Amortisationszeit.

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Was dauerhaft läuft: Kühlschrank, Router, Heizungspumpe, Stand-by. In deutschen Haushalten meist 50–250 W, Durchschnitt rund 150 W.

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Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang – im Jahresmittel etwa 12 Stunden.

kWh

Kochen, Fernsehen, Licht, Waschmaschine – alles was abends zusätzlich anfällt.

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Der Strom, der bisher unvergütet ins Netz fließt. Steht im Balkonkraftwerk-Rechner unter „Unvergütet ins Netz" – dort den Jahreswert durch 365 teilen.

€/kWh

Balkonkraftwerk-Speicher liegen 2026 meist bei 300–500 € je Kilowattstunde.

€/kWh

Steht auf deiner Stromrechnung. Bundesdurchschnitt etwa 0,35 €.

Genauer rechnen3 weitere Angaben

Diese drei Angaben entscheiden darüber, ob sich der Speicher wirklich trägt. Besonders die Zyklenzahl wird beim Kauf oft übersehen – sie bestimmt, ob der Speicher seine Amortisationszeit überhaupt erlebt.

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Beim Laden und Entladen geht Energie verloren. Moderne Speicher mit Wechselrichter kommen auf 88 bis 92 %, ältere deutlich weniger.

Von November bis Februar fällt kaum Überschuss an, der Speicher steht dann meist leer. Dieser Faktor bildet ab, an wie vielen Tagen er wirklich arbeitet.

Zyklen

Steht im Datenblatt. Bei einem Zyklus pro Tag ergeben 4.000 Zyklen rund elf Jahre. Weniger als 3.000 sind für einen Balkonkraftwerk-Speicher zu wenig.

Wie genau ist dieses Ergebnis?

Der Saisonabschlag von 28 Prozent bildet ab, dass im Winter kaum Überschuss zum Laden anfällt – er beruht auf dem typischen Jahresverlauf der Sonneneinstrahlung in Deutschland, nicht auf deiner konkreten Anlage. Auch die Grundlast ist entscheidend und wird meist geschätzt statt gemessen. Miss sie nach, bevor du kaufst: Sie verändert das Ergebnis stärker als jede andere Angabe.

Ob dein vorhandener Wechselrichter mit einem bestimmten Speicher zusammenarbeitet, klärt am zuverlässigsten der Hersteller oder ein Solarteur. Die Kompatibilität ist bei Balkonkraftwerk-Speichern die häufigste Fehlerquelle beim Kauf.

Wie dieser Rechner rechnet

Die Grundlage ist die Grundlast: der Strom, der bei dir rund um die Uhr fließt – Kühlschrank, Router, Heizungspumpe, Stand-by. In deutschen Haushalten liegt sie meist zwischen 50 und 250 Watt, im Durchschnitt bei rund 150 Watt.

Diese Grundlast mal die Stunden ohne Sonne, plus dein zusätzlicher Abendverbrauch, ergibt den Bedarf. Weil nie die volle Batterie nutzbar ist, wird durch die Entladetiefe geteilt: bei modernen LiFePO4-Speichern rund 90 Prozent, bei Blei nur etwa 50.

Der entscheidende zweite Schritt wird von vielen Rechnern unterschlagen: Ein Speicher kann nur so viel liefern, wie er vorher laden konnte. Wenn dein Balkonkraftwerk täglich nur 1,2 kWh übrig lässt, nützt dir ein 5-kWh-Speicher nichts – er bleibt zu vier Fünfteln leer. Deshalb begrenzen wir die empfohlene Größe auf das, was tatsächlich ankommt.

Beim Jahresertrag rechnen wir mit einem Saisonabschlag von 28 Prozent. Grund: Von November bis Februar fällt kaum Überschuss an, der Speicher steht dann die meiste Zeit leer. Rechner, die einfach mit 365 vollen Tagen rechnen, versprechen zu viel.

Warum größer fast immer falsch ist

Der häufigste Fehlkauf ist der zu große Speicher. Die Logik „mehr ist sicherer" stimmt hier nicht, denn ein Speicher, der nie voll wird, hat trotzdem den vollen Preis gekostet.

Als Faustregel gilt: rund 1 kWh Speicher je 800 bis 1.000 kWh Jahresverbrauch, und bei einem einzelnen Balkonkraftwerk selten mehr als 3 kWh insgesamt. Für ein 800-Watt-System sind 1 bis 2 kWh meist richtig, bei 1.200 bis 2.000 Watt Modulleistung eher 2 bis 4 kWh.

Der Rechner oben warnt dich, wenn dein Überschuss die sinnvolle Größe begrenzt. Dann ist die bessere Investition nicht ein größerer Speicher, sondern ein zusätzliches Modul.

Wann sich ein Speicher gar nicht lohnt

Es gibt Fälle, in denen die ehrliche Antwort „lass es" lautet. Wenn tagsüber ohnehin jemand zu Hause ist und der Strom direkt verbraucht wird, bleibt wenig Überschuss zum Speichern – der Speicher hat dann kaum etwas zu tun.

Auch bei niedriger Grundlast unter 80 Watt und geringem Abendverbrauch lohnt sich die Anschaffung selten: Der Speicher ist dann größer als der Bedarf und amortisiert sich über seine Lebensdauer nicht.

Rechne beide Fälle oben einfach durch. Wenn die Amortisationszeit über 15 Jahre steigt, sagt dir der Rechner klar, dass sich das nicht trägt – auch wenn wir an einem Speicher mehr verdienen würden als an gar nichts.

Was dein Gerät können muss

Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.

  • LiFePO4-Zellen statt Blei – längere Lebensdauer und rund 90 % nutzbare Kapazität.
  • Mindestens 3.000 Ladezyklen laut Datenblatt, sonst hält der Speicher die Amortisationszeit nicht durch.
  • Passend zur Wechselrichterleistung: Der Speicher muss mit 800 W Ausgangsleistung umgehen können.
  • Nulleinspeisung oder Steuerung per App – sonst lädt der Speicher zur falschen Zeit.
  • Temperaturbereich prüfen, wenn der Speicher auf dem Balkon oder im unbeheizten Keller steht.
  • Garantie von mindestens fünf Jahren mit klarer Restkapazitätszusage.

Passende Produkte

Hier erscheinen später passende Produkte in drei Gruppen: günstige Messgeräte, mit denen du die Rechnung oben genauer machst; das Hauptgerät selbst; und Zubehör, das in Komplettsets oft fehlt. Jeweils mit Kauf-Link zu Amazon und, wo es sich lohnt, zusätzlich zu einem Fachhändler – du entscheidest, wem du vertraust. Eingetragen wird erst, wenn die Partnerprogramme stehen: mit echten Produkten und sichtbarer Werbekennzeichnung.

Häufige Fragen

Wie finde ich meine Grundlast heraus?

Am einfachsten nachts: Schalte alles ab, was nicht dauerhaft laufen muss, und lies deinen Stromzähler zweimal im Abstand einer Stunde ab. Die Differenz in Wattstunden ist deine Grundlast in Watt. Alternativ zeigt ein digitaler Zähler den aktuellen Verbrauch direkt an.

Kann ich einen Speicher später nachrüsten?

Ja, sofern dein Wechselrichter das unterstützt oder der Speicher einen eigenen mitbringt. Viele Systeme werden einfach zwischen Module und Wechselrichter gesetzt. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Balkonkraftwerk mit dem Speicher kompatibel ist – die Hersteller kochen hier oft eigene Süppchen.

Wie lange hält so ein Speicher?

LiFePO4-Speicher schaffen typischerweise 3.000 bis 6.000 Ladezyklen. Bei einem Zyklus pro Tag sind das rund 8 bis 16 Jahre. Danach ist der Speicher nicht kaputt, hat aber nur noch etwa 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.

Muss ich den Speicher anmelden?

Der Speicher selbst ist nicht separat anmeldepflichtig. Das Balkonkraftwerk muss weiterhin im Marktstammdatenregister eingetragen sein. Ändert sich durch den Speicher die Wechselrichterleistung, solltest du den Eintrag aktualisieren.

Passt dazu

Fehlt dir eine Einstellung?

Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.

Vorschlag schreiben

Der Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.