Balkonkraftwerk-Rechner
Ein Balkonkraftwerk lohnt sich fast immer – die Frage ist nur, wie schnell. Gib unten deine Werte ein und du siehst in Sekunden, wie viel Strom deine Anlage im Jahr liefert, wie viel Geld du davon wirklich sparst und nach wie vielen Jahren sie sich bezahlt gemacht hat.
Steht in der Produktbeschreibung, meist 800–2000 Wp. Typisch sind zwei Module mit je 440 Wp.
Wichtig: Du sparst nur den Strom, den du in dem Moment auch verbrauchst, in dem er erzeugt wird.
Steht auf deiner Stromrechnung. Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 0,35 €.
Komplettsets ohne Speicher kosten meist 400–800 €, mit Speicher 1.000–1.600 €.
Genauer rechnen4 weitere Angaben
Die Grundrechnung oben ist bereits belastbar. Mit diesen vier Angaben wird sie deutlich genauer – besonders Standort und Verschattung verändern das Ergebnis spürbar.
Der Sonnenertrag unterscheidet sich innerhalb Deutschlands um rund 20 %. Angabe in kWh je kWp und Jahr.
Verschattung wirkt härter als erwartet: Liegt bei einem Modul auch nur ein Teil im Schatten, bricht dessen Leistung überproportional ein.
Steigt der Strompreis, steigt auch dein Vorteil. Der langjährige Durchschnitt liegt bei rund 2 bis 3 %. Wer vorsichtig rechnen will, trägt 0 ein.
Solarmodule verlieren mit den Jahren etwas Leistung. Hersteller garantieren meist 0,4 bis 0,6 % pro Jahr.
Die Rechnung beruht auf langjährigen Durchschnittswerten für Sonneneinstrahlung und Verbrauchsverhalten. In einem einzelnen Jahr kann der Ertrag um 10 bis 15 Prozent nach oben oder unten abweichen – ein verregneter Sommer schlägt direkt durch. Mit den Angaben unter „Genauer rechnen" wird das Ergebnis deutlich präziser, exakt wird es aber erst durch Messung an deinem Standort.
Bei Zweifeln zur Montage, zur Statik des Balkons oder zum Anschluss lohnt der Blick eines Elektrikers oder Solarteurs – besonders wenn du eine Wieland-Einspeisesteckdose setzen lassen willst.
Wie dieser Rechner rechnet
Wir gehen von einem spezifischen Jahresertrag von 980 kWh pro kWp aus – das ist ein realistischer Durchschnittswert für Deutschland. Dieser Wert wird mit drei Faktoren angepasst: der Himmelsrichtung, dem Neigungswinkel und der gesetzlichen Einspeisegrenze von 800 Watt.
Der letzte Punkt wird oft übersehen: Auch wenn du 2.000 Wp an Modulen montierst, darf der Wechselrichter nur 800 Watt abgeben. An sonnigen Mittagen wird die Spitze also gekappt. Trotzdem lohnen sich mehr Module, weil du morgens, abends und bei Bewölkung deutlich mehr Ertrag hast.
Entscheidend für dein Geld ist am Ende nicht der erzeugte Strom, sondern der selbst genutzte. Strom, den du ins Netz abgibst, wird bei Balkonkraftwerken in der Regel nicht vergütet – er ist geschenkt. Deshalb fragen wir, ob tagsüber jemand zu Hause ist.
Was die Ausrichtung wirklich ausmacht
Süden ist optimal, aber die Unterschiede sind kleiner als viele denken. Ost- oder Westausrichtung bringt immer noch rund 80 % des Ertrags – und hat sogar einen Vorteil: Der Strom kommt morgens und abends, also genau dann, wenn im Haushalt tatsächlich Strom verbraucht wird. Der Eigenverbrauchsanteil ist dadurch oft höher.
Deutlich wichtiger als die Richtung ist der Winkel. Senkrecht am Geländer montierte Module verlieren gegenüber schräg aufgestellten etwa ein Viertel des Ertrags. Wenn dein Balkon es zulässt, ist eine schräge Aufständerung die günstigste Ertragssteigerung, die es gibt.
Lohnt sich ein Speicher?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch spürbar – typischerweise von rund 65 % auf über 85 %. Er kostet aber auch mehrere hundert Euro extra.
Faustregel: Wenn tagsüber niemand zu Hause ist, holt ein Speicher am meisten heraus, weil sonst der halbe Sonnenstrom ungenutzt ins Netz fließt. Ist ohnehin jemand da, ist der Zusatznutzen kleiner und der Speicher verlängert die Amortisationszeit eher, als sie zu verkürzen. Du kannst das oben direkt durchspielen: einmal mit, einmal ohne.
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Wechselrichter mit 800 W Ausgangsleistung – weniger verschenkt Ertrag, mehr ist nicht erlaubt.
- Mindestens zwei MPP-Tracker, damit ein verschattetes Modul nicht das andere mitbremst.
- Modulleistung insgesamt höchstens 2.000 Wp – das ist die gesetzliche Obergrenze.
- Wieland- oder Schuko-Stecker, passend zu deiner Steckdose.
- Halterung passend zu deiner Montageart – Geländer, Flachdach oder Aufständerung.
- Konformitätserklärung und VDE-Zertifikat des Wechselrichters müssen beiliegen.
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Häufige Fragen
Brauche ich für ein Balkonkraftwerk eine Genehmigung?
Eine Genehmigung brauchst du nicht, aber eine Anmeldung: Die Anlage muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Das ist kostenlos und online in wenigen Minuten erledigt. Die separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit dem Solarpaket I entfallen.
Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk anbringen?
Seit 2024 gelten Balkonkraftwerke als privilegierte Maßnahme. Vermieter und Eigentümergemeinschaften können die Anbringung nicht mehr grundsätzlich verbieten, sondern nur noch Vorgaben zur konkreten Ausführung machen – etwa zur Befestigung oder Optik. Informieren solltest du sie trotzdem vorher.
Wie viele Module darf ich anschließen?
Der Wechselrichter darf maximal 800 Watt einspeisen. Für die Modulleistung selbst gilt eine Obergrenze von 2.000 Wp. Mehr Module als 800 Wp sind also ausdrücklich erlaubt und in vielen Fällen sinnvoll.
Wie lange hält ein Balkonkraftwerk?
Die Module halten in der Regel 25 Jahre und mehr, mit langsam nachlassender Leistung. Der Wechselrichter ist meist das erste Bauteil, das ersetzt werden muss – typischerweise nach 10 bis 15 Jahren.
Passt dazu
Fehlt dir eine Einstellung?
Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
Vorschlag schreibenDer Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.