Infrarotheizung-Rechner
Infrarotheizungen sind günstig in der Anschaffung und teuer im Betrieb – Strom kostet je Kilowattstunde ein Mehrfaches von Gas. Dieser Rechner sagt dir, welche Leistung dein Raum braucht, was das im Winter kostet, und ob sich das gegenüber deiner bisherigen Heizung rechnet.
Angabe in Watt Heizlast je Quadratmeter. Das ist der mit Abstand wichtigste Wert – im Zweifel die ungünstigere Stufe wählen.
Stunden Heizbetrieb an einem durchschnittlichen Wintertag.
In Deutschland liegt die Heizperiode meist bei 180 bis 220 Tagen.
Genauer rechnen4 weitere Angaben
Die Regelung entscheidet über bis zu die Hälfte der Betriebskosten. Und der Vergleich mit deiner bisherigen Heizung zeigt erst, ob sich der Wechsel überhaupt lohnt – bei einer Wärmepumpe fast nie.
Der Anteil der Zeit, in dem die Heizung wirklich Strom zieht. Ohne Thermostat läuft sie durch – das ist der teuerste Fall.
Gas liegt derzeit bei etwa 0,11 €/kWh, Fernwärme höher, Holz meist darunter. Steht auf deiner Abrechnung.
Eine Infrarotheizung setzt Strom zu 100 % in Wärme um. Eine Wärmepumpe schafft aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme – deshalb ist sie im Betrieb unschlagbar.
Optional – wird in der Gesamtbetrachtung über zehn Jahre berücksichtigt.
Die Heizlast wird über Fläche, Dämmstandard und Deckenhöhe abgeschätzt – das ist eine belastbare Größenordnung, aber keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Der Anteil, in dem die Heizung wirklich läuft, hängt stark von Thermostat und Nutzungsverhalten ab. Der Vergleich gegen die bisherige Heizung ist dagegen exakt, sobald du die richtigen Preise einträgst.
Vor dem Umstieg auf Elektroheizung als Hauptheizung lohnt eine Beratung durch einen Energieberater. Bei schlecht gedämmten Gebäuden ist Dämmung fast immer die wirtschaftlichere Investition als jede neue Heizung – und dafür gibt es Förderung, die es für Infrarotheizungen nicht gibt.
Wie dieser Rechner rechnet
Die Heizlast ergibt sich aus der Raumfläche mal einem Faktor für den Dämmstandard, korrigiert um die Deckenhöhe. Die Werte reichen von 25 Watt je Quadratmeter im Neubau bis 90 Watt im ungedämmten Wintergarten.
Entscheidend für die Kosten ist danach nicht die Leistung, sondern die tatsächliche Laufzeit. Eine geregelte Heizung schaltet ab, sobald die Zieltemperatur erreicht ist – sie zieht deshalb nur etwa 60 Prozent der Zeit Strom, mit Zeitprogramm noch weniger. Ohne Thermostat läuft sie durch.
Der ehrlichste Teil dieses Rechners ist der Vergleich. Wir rechnen dieselbe Wärmemenge einmal mit Strom und einmal mit deiner bisherigen Energie durch – unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads. Eine Gastherme setzt aus einer Kilowattstunde Gas etwa 0,9 Kilowattstunden Wärme frei, eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier.
Genau daran scheitert die Infrarotheizung als Hauptheizung: Sie macht aus einer Kilowattstunde Strom exakt eine Kilowattstunde Wärme. Mehr geht physikalisch nicht.
Wo sich Infrarot wirklich lohnt
Die Werbung verspricht oft, Infrarotheizungen seien günstiger als Gas. Das stimmt beim Kaufpreis und bei der Installation – ein Paneel wird aufgehängt und eingesteckt, keine Leitungen, kein Schornstein, keine Wartung.
Im Betrieb dreht sich das Verhältnis um. Bei rund 0,35 Euro je Kilowattstunde Strom gegenüber etwa 0,11 Euro für Gas kostet dieselbe Wärme ungefähr das Dreifache.
Sinnvoll ist Infrarot deshalb überall dort, wo die Anschaffung zählt und der Verbrauch klein bleibt: im Gäste-WC, das dreimal die Woche für zwanzig Minuten warm sein soll. Im Bad als schnelle Zusatzwärme am Morgen. Im Hobbyraum, der nur am Wochenende genutzt wird. Im Wintergarten für ein paar Stunden.
Als Hauptheizung für einen dauerhaft bewohnten Raum ist sie dagegen die teuerste verfügbare Lösung – und der Rechner oben sagt dir das auch, wenn du es so einträgst.
Warum die Wärmepumpe unschlagbar ist
Der entscheidende Unterschied heißt Jahresarbeitszahl. Eine Infrarotheizung wandelt Strom eins zu eins in Wärme – mehr als 100 Prozent Wirkungsgrad ist nicht möglich.
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie transportiert sie. Aus einer Kilowattstunde Strom holt sie drei bis vier Kilowattstunden Wärme aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich. Ihr Wirkungsgrad liegt damit bei 300 bis 400 Prozent.
Praktisch bedeutet das: Wo eine Wärmepumpe vorhanden ist, kostet jede Kilowattstunde Wärme aus der Infrarotheizung das Drei- bis Vierfache. Es gibt keine Konstellation, in der sich der Umstieg dann rechnet.
Wer neu plant und zwischen den Optionen steht, sollte die Anschaffungskosten gegen die Betriebskosten über zehn oder fünfzehn Jahre rechnen. Trag oben deinen Anschaffungspreis ein, dann siehst du die Gesamtbetrachtung.
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Wattleistung mindestens so hoch wie die berechnete Heizlast – lieber ein größeres Paneel auf halber Stufe als ein kleines auf Volllast.
- Thermostat ist Pflicht, kein Zubehör. Ohne Regelung läuft die Heizung durch und verdoppelt fast die Kosten.
- Bei mehr als 1.200 W die Leistung auf mehrere Paneele verteilen – die Wärme verteilt sich dann gleichmäßiger im Raum.
- Infrarot wirkt durch Bestrahlung: Das Paneel braucht freie Sicht zur Sitz- oder Aufenthaltsfläche, Möbel davor blockieren die Wirkung.
- Stromkreis prüfen: Mehrere Paneele an einer Steckdose können die 16-A-Sicherung überlasten.
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Häufige Fragen
Wie viel Watt brauche ich pro Quadratmeter?
Als grobe Orientierung: 25 Watt im Neubau, 40 im sanierten Altbau, 60 im teilsanierten Bestand und bis 90 in ungedämmten Räumen wie Wintergärten. Der Rechner oben berücksichtigt zusätzlich die Deckenhöhe, weil ein hoher Raum mehr Volumen zu erwärmen hat.
Stimmt es, dass Infrarot sparsamer ist als andere Elektroheizungen?
Nein, jedenfalls nicht physikalisch. Jede Elektroheizung wandelt Strom zu 100 Prozent in Wärme, das gilt für Infrarotpaneele genauso wie für Heizlüfter oder Nachtspeicheröfen. Der Unterschied liegt in der Wärmeverteilung: Infrarot erwärmt direkt Flächen und Körper statt der Luft, was sich bei gleicher Raumtemperatur wärmer anfühlt. Das kann in der Praxis ein bis zwei Grad sparen – aber es macht Strom nicht billiger als Gas.
Brauche ich einen Elektriker für den Anschluss?
Für ein Steckerpaneel bis etwa 1.000 Watt nicht – es wird in eine normale Steckdose gesteckt. Bei Festanschluss, mehreren Paneelen an einem Stromkreis oder Installation im Bad gelten besondere Regeln, dort gehört ein Elektriker dazu. Achte darauf, dass die Summe aller Paneele an einem Stromkreis 3.500 Watt nicht überschreitet.
Gibt es Förderung für Infrarotheizungen?
Nein. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt Wärmepumpen, Biomasse und Solarthermie – Direktheizungen mit Strom sind ausdrücklich ausgenommen. Wer eine Hauptheizung ersetzen will, sollte das bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigen.
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Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
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