Gut gerechnetRechner, die dir die Kaufentscheidung abnehmen

Inflations- und Kaufkraftrechner

Zwei Prozent Zinsen bei drei Prozent Inflation sind kein Gewinn, sondern ein Verlust – er steht nur nirgends auf dem Kontoauszug. Dieser Rechner zeigt, was von deinem Geld real übrig bleibt, nachdem Inflation und Steuer abgezogen sind.

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Voreingestellt ist die zuletzt vom Statistischen Bundesamt gemeldete Rate (Juni 2026: 2,3 %). Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % an – wer vorsichtig rechnen will, nimmt etwas mehr.

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Der Zins, den du tatsächlich bekommst. Auf dem Girokonto sind das null, beim Tagesgeld je nach Anbieter ein bis drei Prozent.

Genauer rechnen2 weitere Angaben

Zwei Angaben, die das Ergebnis deutlich verändern. Eine monatliche Sparrate wirkt über lange Zeiträume stärker als der Startbetrag – und die Abgeltungsteuer nimmt gut ein Viertel des Zinsertrags, was aus einem knappen Plus schnell ein Minus macht.

Wenn du regelmäßig weiterlegst. Die Raten werden monatlich verzinst, nicht erst am Jahresende.

Auf Zinsen fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 %. Die ersten 1.000 € Erträge pro Jahr bleiben über den Sparerpauschbetrag frei.

Wie genau ist dieses Ergebnis?

Die Zins- und Kaufkraftrechnung selbst ist exakt – für die Werte, die du eingibst. Der entscheidende Unsicherheitsfaktor ist die künftige Inflation: Niemand kennt sie, der voreingestellte Wert ist die zuletzt gemeldete Rate des Statistischen Bundesamts und keine Prognose. Zwei Vereinfachungen bei der Steuer: Der Sparerpauschbetrag wird über den gesamten Zeitraum kumuliert gegen den Gesamtertrag gerechnet statt Jahr für Jahr, und die Steuer wird am Ende abgezogen statt jährlich. Bei laufend versteuerten Anlagen fällt das Ergebnis etwas niedriger aus, weil versteuerte Beträge nicht weiter mitverzinst werden. Kirchensteuer ist nicht enthalten.

Für eine konkrete Anlageentscheidung ist eine Honorarberatung oder die Verbraucherzentrale die richtige Adresse – wir geben hier bewusst keine Anlageempfehlung, sondern nur die Rechnung dahinter. Die amtlichen Inflationsdaten stehen beim Statistischen Bundesamt.

Warum Zinsen allein nichts aussagen

Auf dem Kontoauszug steht eine Zahl, und die wird jedes Jahr größer. Das fühlt sich nach Gewinn an. Ob es einer ist, entscheidet aber nicht der Kontostand, sondern was man sich dafür kaufen kann.

Ein Beispiel mit den Voreinstellungen: 10.000 Euro zu zwei Prozent, zehn Jahre lang. Nominal werden daraus rund 12.190 Euro. Steuer fällt hier keine an, weil der Ertrag von 2.190 Euro unter dem Sparerpauschbetrag bleibt. Trotzdem entsprechen die 12.190 Euro bei 2,3 Prozent Inflation nur noch etwa 9.711 Euro heutiger Kaufkraft. Aus 10.000 Euro sind real 9.711 geworden, obwohl auf dem Konto gut 2.000 Euro mehr stehen als vorher.

Diese Lücke hat einen Namen: Realzins. Er ist nicht einfach Zins minus Inflation, sondern das Verhältnis der beiden Größen zueinander – bei kleinen Prozentsätzen liegen beide Rechenwege nah beieinander, bei hohen Raten nicht mehr.

Sobald die Erträge über dem Sparerpauschbetrag liegen, verschiebt die Steuer die Schwelle zusätzlich. Weil sie auf den Nominalzins erhoben wird und nicht auf den realen Gewinn, brauchst du bei 2,3 Prozent Inflation dann etwa 3,12 Prozent nominal, um überhaupt den Wert zu halten. Der Rechner oben berücksichtigt das: Er weist als nötigen Zins genau den Wert aus, der in deinem Fall gilt – mit Steuer, wenn welche anfällt, und ohne, wenn dein Ertrag unter dem Freibetrag bleibt.

Was die Inflationsrate ist – und was sie nicht ist

Die amtliche Inflationsrate misst, wie sich die Preise eines festen Warenkorbs verändern. Das Statistische Bundesamt erhebt dafür monatlich mehrere hunderttausend Einzelpreise und gewichtet sie danach, wie viel ein durchschnittlicher Haushalt wofür ausgibt.

Der entscheidende Punkt: Es ist ein Durchschnitt. Wer zur Miete wohnt, viel pendelt und wenig Rücklagen hat, erlebt eine andere Teuerung als jemand mit abbezahltem Haus und Homeoffice. Die persönliche Inflationsrate kann deutlich über oder unter der amtlichen liegen – deshalb ist das Feld hier frei einstellbar und nicht fest verdrahtet.

Für die Zukunft gilt ohnehin: Niemand kennt sie. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig zwei Prozent an, tatsächlich lag die Rate in den vergangenen Jahrzehnten mal deutlich darunter und mal deutlich darüber. Wer eine Entscheidung auf diese Rechnung stützt, sollte sie mit zwei oder drei verschiedenen Annahmen durchspielen. Genau dafür ist der Bereich „Was bringt am meisten?" unter dem Ergebnis da.

Was du mit dem Ergebnis anfangen kannst

Der praktische Nutzen liegt weniger in der Zahl am Ende als in der Schwelle davor: Welchen Zins brauchst du überhaupt, um nicht zu verlieren? Diese Zahl steht als eigene Kachel im Ergebnis.

Liegt dein aktueller Zins darunter, gibt es drei ehrliche Möglichkeiten. Erstens: Konditionen vergleichen – zwischen Girokonto und gut verzinstem Tagesgeld liegen oft zwei Prozentpunkte, und der Wechsel kostet einen Nachmittag. Zweitens: Einen Teil des Geldes, den du sicher lange nicht brauchst, anders anlegen. Drittens: Es bewusst hinnehmen, weil Verfügbarkeit und Sicherheit dir den realen Verlust wert sind – auch das ist eine legitime Entscheidung, solange sie bewusst getroffen wird.

Was dieser Rechner ausdrücklich nicht tut: dir sagen, was du kaufen sollst. Wir sind keine Anlageberater und geben keine Empfehlung ab. Die Rechnung gehört dir, die Entscheidung auch.

Was dein Gerät können muss

Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.

  • Die Inflationsrate ist eine Annahme, keine Vorhersage – rechne das Ergebnis auch einmal mit einem Prozentpunkt mehr durch.
  • Der Zinssatz muss der sein, den du tatsächlich bekommst, nicht der beworbene Aktionszins für die ersten sechs Monate.
  • Die Abgeltungsteuer wird vereinfacht am Ende abgezogen; bei jährlicher Versteuerung fällt das Ergebnis etwas niedriger aus.
  • Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € gilt je Person und Jahr und wird hier über den Zeitraum kumuliert.
  • Kursgewinne, Fondsanlagen und Teilfreistellungen sind nicht abgebildet – dieser Rechner gilt für verzinste Guthaben.

Passende Produkte

Hier erscheinen später passende Produkte in drei Gruppen: günstige Messgeräte, mit denen du die Rechnung oben genauer machst; das Hauptgerät selbst; und Zubehör, das in Komplettsets oft fehlt. Jeweils mit Kauf-Link zu Amazon und, wo es sich lohnt, zusätzlich zu einem Fachhändler – du entscheidest, wem du vertraust. Eingetragen wird erst, wenn die Partnerprogramme stehen: mit echten Produkten und sichtbarer Werbekennzeichnung.

Häufige Fragen

Warum kann ich nicht ausrechnen, was 1.000 D-Mark von damals heute wert sind?

Weil dafür die vollständige amtliche Indexreihe des Statistischen Bundesamts nötig ist, Jahr für Jahr. Solange wir die nicht in belastbarer Form eingepflegt haben, gibt es die Funktion hier nicht – geschätzte Indexwerte wären genau die Art Zahl, die wir auf dieser Seite nicht ausgeben. Der Rechner blickt deshalb nach vorn, wo ohnehin jede Zahl eine Annahme ist, die du selbst setzt.

Ist der Realzins nicht einfach Zins minus Inflation?

Als Faustformel ja, exakt nein. Richtig ist das Verhältnis: (1 + Zins) geteilt durch (1 + Inflation), minus eins. Bei zwei Prozent Zins und 2,3 Prozent Inflation ergibt die Faustformel −0,30 Prozent, die genaue Rechnung −0,29 Prozent. Bei hohen Raten wird der Unterschied deutlich: Bei zehn Prozent Zins und acht Prozent Inflation sind es nicht zwei, sondern 1,85 Prozent.

Warum wird die Steuer erst am Ende abgezogen?

Das ist eine bewusste Vereinfachung, die wir offenlegen. In der Realität behält die Bank die Abgeltungsteuer jährlich ein, wodurch der versteuerte Teil nicht weiter mitverzinst wird. Über lange Zeiträume und bei hohen Zinsen fällt das echte Ergebnis dadurch etwas niedriger aus als hier berechnet. Bei den üblichen Größenordnungen liegt der Unterschied im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Ertrags.

Gilt der Sparerpauschbetrag von 1.000 € auch für Ehepaare?

Ehepaare mit gemeinsamem Freistellungsauftrag haben zusammen 2.000 € im Jahr. Der Rechner setzt 1.000 € an – wenn ihr gemeinsam veranlagt seid und der Betrag noch nicht anderweitig ausgeschöpft ist, fällt eure Steuer entsprechend niedriger aus als hier gezeigt. Wichtig: Ohne erteilten Freistellungsauftrag führt die Bank die Steuer ab dem ersten Euro ab.

Passt dazu

Fehlt dir eine Einstellung?

Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.

Vorschlag schreiben

Der Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.