Stundenlohn-Rechner
Zwei Stellen mit demselben Gehalt können sich beim Stundenlohn deutlich unterscheiden – durch Wochenstunden, Urlaubstage und vor allem unbezahlte Überstunden. Dieser Rechner macht den echten Wert deiner Arbeitszeit sichtbar: brutto zum Vergleichen von Verträgen, netto für das, was tatsächlich bei dir ankommt.
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Bonus – alles, was zusätzlich zu den 12 Gehältern kommt.
Gesetzliches Minimum bei 5-Tage-Woche sind 20 Tage, üblich sind 25 bis 30.
Je nach Bundesland und Jahr zwischen 8 und 13. Zähle nur die, die nicht ohnehin aufs Wochenende fallen.
Nur Stunden, die weder bezahlt noch als Freizeit ausgeglichen werden. Sie senken deinen echten Stundenlohn direkt.
Genauer rechnen8 weitere Angaben
Hier stellst du zweierlei genauer ein. Erstens die Steuerangaben – ohne sie rechnet die Seite mit Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen und ohne Kirchensteuer, was den Netto-Wert um mehrere hundert Euro im Jahr verschieben kann. Zweitens Arbeitsweg, Pausen und jobbedingte Kosten: Sie kosten dich Zeit und Geld, ohne im Gehalt aufzutauchen, und entscheiden beim Vergleich zweier Stellen oft die Sache.
Bestimmt den Netto-Stundenlohn. Die Klassen V und VI folgen einem eigenen Tarif, den wir bewusst nicht abbilden – lieber keine Zahl als eine falsche.
Wirkt über die Kirchensteuer (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, sonst 9 %) und in Sachsen über die Pflegeversicherung.
Steht auf der Seite deiner Krankenkasse. Der Durchschnitt liegt 2026 bei 2,9 % – die Hälfte davon trägst du.
Wichtig bei Teilzeit: Wer 20 Stunden auf drei Tage verteilt, hat andere Tagesstunden als bei fünf Tagen.
Unbezahlte Zeit, die durch den Job entsteht. Rechne sie mit, wenn du zwei Stellen mit unterschiedlicher Entfernung vergleichst.
Pausen sind meist unbezahlt, verlängern aber deine Anwesenheit. Relevant, wenn du wissen willst, was die Zeit „außer Haus" wert ist.
Fahrtkosten, Zweitwohnung, Arbeitskleidung, Kinderbetreuung. Was nur wegen des Jobs anfällt, mindert den echten Verdienst.
Die Zeitrechnung ist rein arithmetisch und damit exakt – für die Werte, die du eingibst. Der Netto-Stundenlohn stammt aus derselben Rechnung wie unser Brutto-Netto-Rechner, mit den amtlichen Werten für 2026 (§ 32a EStG, Beitragssätze und Bemessungsgrenzen). Ohne eigene Angaben wird mit Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen, ohne Kirchensteuer und 2,9 % Zusatzbeitrag gerechnet; unter „Genauer rechnen" lässt sich das umstellen. Nicht abgebildet sind private Krankenversicherung, eingetragene Freibeträge, betriebliche Altersvorsorge, Minijob- und Midijob-Regelungen sowie die Steuerklassen V und VI. Sonderzahlungen werden hier über das Jahr gerechnet – im Monat der Auszahlung zieht der Arbeitgeber sie nach der Jahrestabelle ab, das kann einzelne Euro verschieben.
Bei Fragen zur Vergütung von Überstunden oder zu Klauseln im Arbeitsvertrag hilft die zuständige Gewerkschaft oder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht weiter. Verbindlich für die Steuer ist immer der Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesfinanzministeriums.
Wie dieser Rechner rechnet
Der Ausgangspunkt ist das Jahresbrutto: zwölf Monatsgehälter plus alle Sonderzahlungen.
Dem gegenüber steht die tatsächliche Jahresarbeitszeit. Von 260 möglichen Arbeitstagen – 52 Wochen mal fünf Tage – gehen Urlaub und die Feiertage ab, die auf einen Arbeitstag fallen. Bei 30 Urlaubstagen und 10 Feiertagen bleiben 220 Arbeitstage.
Diese Arbeitstage werden mit den Stunden pro Tag multipliziert, also den Wochenstunden geteilt durch fünf. Bei 40 Wochenstunden sind das acht Stunden täglich, macht 1.760 Arbeitsstunden im Jahr.
Jahresbrutto geteilt durch Jahresstunden ergibt den Stundenlohn. Bei 42.000 Euro und 1.760 Stunden sind das 23,86 Euro brutto je Stunde.
**Und dann das Netto.** Ein reiner Bruttowert beantwortet die Frage nur halb – vom Vertrag steht er auf dem Papier, im Geldbeutel landet er nie. Deshalb rechnet diese Seite dasselbe Jahresgehalt zusätzlich durch die vollständige Steuer- und Sozialabgabenrechnung für 2026: Lohnsteuer nach § 32a EStG, Solidaritätszuschlag, auf Wunsch Kirchensteuer sowie Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Es ist exakt dieselbe Rechnung wie in unserem Brutto-Netto-Rechner, nur auf die Stunde heruntergebrochen.
Ohne weitere Angaben gilt der häufigste Fall: Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen, keine Kirchensteuer, durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Diese Annahmen stehen direkt unter dem Ergebnis – und unter „Genauer rechnen" stellst du sie auf deine Situation um. Aus 23,86 Euro brutto werden so rund 15,60 Euro netto: gut 65 Prozent. Genau diese Lücke ist der Grund, warum ein Bruttowert allein oft mehr verwirrt als erklärt.
Warum unbezahlte Überstunden so teuer sind
Überstunden ändern nichts am Gehalt – aber sie verteilen dasselbe Geld auf mehr Stunden. Der Stundenlohn sinkt, ohne dass es jemand ausspricht.
Ein Beispiel: 3.500 Euro monatlich bei 40 Wochenstunden ergeben 23,86 Euro pro Stunde. Mit fünf unbezahlten Überstunden pro Woche sind es nur noch 21,21 Euro – ein Minus von elf Prozent. Über das Jahr sind das 220 Stunden, für die kein Geld fließt: rechnerisch fast 5.250 Euro.
Rechtlich ist das keineswegs selbstverständlich. Überstunden müssen grundsätzlich vergütet oder in Freizeit ausgeglichen werden. Pauschalklauseln im Arbeitsvertrag, die „alle Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" festschreiben, sind nach der Rechtsprechung nur in engen Grenzen wirksam – bei sehr hohen Gehältern eher, bei normalen Einkommen meist nicht.
Ich bin kein Anwalt, und der Einzelfall hängt an deinem Vertrag. Aber die Zahl oben zeigt dir, worum es der Höhe nach geht – und das ist die Grundlage für jedes Gespräch darüber.
Wofür der Stundenlohn wirklich taugt
Der Stundenlohn ist die einzige Zahl, mit der sich verschiedene Stellen ehrlich vergleichen lassen. Ein Monatsgehalt allein sagt wenig, solange Wochenstunden und Urlaub unterschiedlich sind.
Ein konkreter Vergleich: 3.800 Euro bei 40 Stunden und 25 Urlaubstagen ergeben 24,66 Euro pro Stunde. 3.500 Euro bei 35 Stunden und 30 Urlaubstagen ergeben 27,27 Euro – trotz 300 Euro weniger im Monat. Die vermeintlich schlechter bezahlte Stelle ist die bessere.
Genauso lässt sich damit einordnen, was eine Gehaltsverhandlung wert ist. Und ob sich ein längerer Arbeitsweg lohnt: Rechne die tägliche Fahrzeit als unbezahlte Zeit oben ein, dann siehst du, was die Stelle unter dem Strich wirklich bringt.
Was dein Gerät können muss
Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.
- Der Netto-Wert gilt für gesetzlich versicherte Angestellte in Steuerklasse I bis IV. Ohne eigene Angaben wird mit Steuerklasse I und Nordrhein-Westfalen gerechnet.
- Die Rechnung geht von einer Fünf-Tage-Woche aus. Bei anderen Modellen die Wochenstunden entsprechend anpassen.
- Feiertage nur zählen, wenn sie auf einen Arbeitstag fallen – je nach Bundesland und Jahr sind das 8 bis 13.
- Krankheitstage bleiben unberücksichtigt, weil sie bezahlt sind und die Rechnung nicht verändern.
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Häufige Fragen
Ist der Netto-Stundenlohn hier genauso genau wie im Brutto-Netto-Rechner?
Ja, es ist dieselbe Rechnung – beide Seiten greifen auf dasselbe Steuermodul zu, damit sie nicht auseinanderlaufen können. Der Unterschied liegt nur in der Bezugsgröße: Dort geht es um den Monat, hier um die einzelne Arbeitsstunde. Wenn du die vollständige Aufschlüsselung nach Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und den vier Sozialversicherungen sehen willst, ist der Brutto-Netto-Rechner die passendere Seite.
Warum unterscheidet sich mein Netto von der Lohnabrechnung?
Häufigster Grund sind Angaben, die diese Seite nicht kennt: eingetragene Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, betriebliche Altersvorsorge, geldwerte Vorteile wie ein Dienstwagen oder eine private Krankenversicherung. Der zweite Grund sind Sonderzahlungen: Wir verteilen sie übers Jahr, dein Arbeitgeber versteuert sie im Auszahlungsmonat nach der Jahrestabelle. Über zwölf Monate gleicht sich das aus, einzelne Monate weichen aber ab.
Warum wird nicht mit 4,33 Wochen pro Monat gerechnet?
Weil das Urlaub und Feiertage ignoriert. Die Rechnung über 12 Monatsgehälter geteilt durch 4,33 Wochen mal Wochenstunden ergibt einen zu niedrigen Stundenlohn, weil sie unterstellt, dass du das ganze Jahr durcharbeitest. Der Weg über die tatsächlichen Arbeitstage ist genauer.
Wie hoch ist der gesetzliche Mindestlohn?
Seit dem 1. Januar 2026 liegt er bei 13,90 Euro brutto je Stunde, ab 2027 steigt er auf 14,60 Euro. In einigen Branchen gelten höhere Branchenmindestlöhne. Liegt dein berechneter Wert darunter, stimmt entweder eine Eingabe nicht oder es besteht ein Problem.
Zählen Krankheitstage mit?
Nein, und das ist richtig so. Krankheitstage sind bezahlt – du bekommst dein Gehalt weiter, arbeitest aber nicht. Sie erhöhen deinen rechnerischen Stundenlohn also sogar, verändern aber nichts an deiner vertraglichen Situation.
Gilt das auch für Teilzeit und Minijob?
Ja, trag einfach deine tatsächlichen Wochenstunden ein. Bei einem Minijob mit 538 Euro und 10 Wochenstunden ergibt sich so der Stundenlohn, den du mit dem Mindestlohn vergleichen kannst.
Passt dazu
Fehlt dir eine Einstellung?
Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.
Vorschlag schreibenDer Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.