Gut gerechnetRechner, die dir die Kaufentscheidung abnehmen

Autokosten-Rechner

Die meisten rechnen nur den Sprit – und liegen damit um mehr als die Hälfte daneben. Der größte Posten ist meist der Wertverlust, weil er niemandem in Rechnung gestellt wird und deshalb unsichtbar bleibt. Dieser Rechner zeigt dir alle Posten zusammen.

km

Der Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 12.000 bis 13.000 Kilometern.

l oder kWh

Bei Verbrennern in Litern, bei Elektroautos in Kilowattstunden. Nimm den realen Wert vom Bordcomputer, nicht den Prospektwert.

Beim Elektroauto der Mischpreis aus Haushaltsstrom und Ladesäule.

Jahre

Nach acht Jahren liegen die meisten Fahrzeuge bei 25 bis 35 % des Neupreises. Ein Blick in Gebrauchtwagenbörsen auf vergleichbare Fahrzeuge hilft.

Reine Elektrofahrzeuge sind bis Ende 2030 von der Steuer befreit.

Genauer rechnen4 weitere Angaben

Wartung und Stellplatz werden beim Überschlagen fast immer vergessen, machen zusammen aber oft ein Fünftel der Gesamtkosten aus. Der Zinssatz bildet ab, was die Finanzierung kostet – oder was dir an Zinsen entgeht, wenn du bar bezahlst.

Inspektion, Öl, Bremsen, Reifen, TÜV. Bei Verbrennern meist 500 bis 900 € im Jahr, bei Elektroautos etwa die Hälfte.

In Städten oft der zweitgrößte Posten nach dem Wertverlust.

Pannenhilfe, Autowäsche, Parkgebühren, Mautvignetten, Zubehör – alles, was sonst noch regelmäßig anfällt.

%

Bei Barkauf 0 eintragen. Wer finanziert, zahlt zusätzlich Zinsen – wer bar zahlt, verzichtet auf Zinserträge. Beides gehört streng genommen dazu.

Wie genau ist dieses Ergebnis?

Die Rechnung selbst ist exakt – sie addiert nur, was du einträgst. Die größte Unsicherheit steckt im Restwert: Er lässt sich Jahre im Voraus nur schätzen und hängt von Modell, Zustand und Marktlage ab. Ein Blick in Gebrauchtwagenbörsen auf vergleichbare Fahrzeuge im Zielalter macht die Schätzung deutlich belastbarer. Nicht enthalten sind Reparaturen außerhalb der planbaren Wartung und mögliche Unfallkosten.

Wer zwischen Kauf, Finanzierung und Leasing schwankt, sollte die Angebote mit diesem Rechner auf Kosten je Kilometer umrechnen – erst dann sind sie vergleichbar. Bei gewerblicher Nutzung lohnt zusätzlich der Blick des Steuerberaters, weil Abschreibung und Vorsteuer die Rechnung verändern.

Warum der Wertverlust der größte Posten ist

Fragt man Autofahrer, was sie ihr Fahrzeug kostet, kommt fast immer der Spritpreis. Das ist verständlich – es ist der einzige Posten, den man regelmäßig bezahlt und dabei auf die Anzeige schaut.

Tatsächlich macht der Kraftstoff bei durchschnittlicher Fahrleistung nur etwa ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtkosten aus. Der größte Einzelposten ist der Wertverlust.

Ein Beispiel: Ein Fahrzeug für 25.000 Euro, das nach acht Jahren noch 7.000 Euro wert ist, verliert 18.000 Euro – das sind 2.250 Euro im Jahr oder rund 19 Cent je Kilometer bei 12.000 Kilometern. Zum Vergleich: Der Sprit kostet bei 7 Litern und 1,75 Euro etwa 12 Cent je Kilometer.

Der Wertverlust ist trotzdem unsichtbar, weil dafür nie eine Rechnung kommt. Man merkt ihn erst beim Verkauf – und dann ist er längst bezahlt.

Fixkosten und die Frage der Fahrleistung

Ein großer Teil der Autokosten fällt an, ob das Fahrzeug fährt oder steht: Versicherung, Steuer, Stellplatz, ein Großteil des Wertverlusts. Nur Kraftstoff und ein Teil des Verschleißes hängen an den gefahrenen Kilometern.

Daraus folgt eine wichtige Konsequenz: Je weniger du fährst, desto teurer wird jeder einzelne Kilometer. Bei 5.000 Kilometern im Jahr kann derselbe Wagen leicht das Doppelte je Kilometer kosten wie bei 20.000.

Wer wenig fährt, sollte deshalb ehrlich rechnen, ob sich das eigene Auto überhaupt lohnt. Bei unter 6.000 Kilometern im Jahr ist die Kombination aus Bahn, Carsharing und gelegentlichem Mietwagen häufig günstiger – und der Rechner oben weist darauf hin, wenn du in diesen Bereich kommst.

Umgekehrt gilt: Wer viel fährt, verteilt die Fixkosten besser. Ein Vielfahrer kommt oft auf unter 40 Cent je Kilometer.

Was die Entfernungspauschale wirklich abdeckt

Die steuerliche Entfernungspauschale liegt bei 30 Cent je Kilometer, ab dem 21. Kilometer bei 38 Cent. Viele halten das für eine Erstattung der Kosten – das ist es nicht.

Erstens wird sie nur für die einfache Strecke zwischen Wohnung und Arbeit angesetzt, nicht für Hin- und Rückweg. Zweitens ist sie ein Steuerabzug, keine Auszahlung: Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent bekommst du von 30 Cent tatsächlich rund 9 Cent zurück.

Verglichen mit typischen Gesamtkosten von 50 bis 70 Cent je Kilometer deckt sie damit einen kleinen Teil ab. Das Diagramm oben stellt beides nebeneinander.

Für Dienstfahrten mit dem eigenen Wagen gilt derselbe Gedanke: Wer 30 Cent je Kilometer erstattet bekommt, legt bei den meisten Fahrzeugen drauf.

Was dein Gerät können muss

Diese Werte kannst du direkt mit jedem Datenblatt vergleichen – im Onlineshop wie im Baumarkt.

  • Realverbrauch vom Bordcomputer verwenden, nicht den Prospektwert – die Abweichung liegt oft bei 15 bis 25 %.
  • Restwert an vergleichbaren Fahrzeugen im Zielalter orientieren, nicht schätzen.
  • Wartungskosten über mehrere Jahre mitteln: Ein Jahr mit großer Inspektion und Reifen verzerrt das Bild.
  • Bei Elektroautos den Mischpreis aus Haushaltsstrom und Ladesäule ansetzen – Schnellladen kostet ein Vielfaches.
  • Reparaturen außerhalb der Wartung sind nicht enthalten. Bei Fahrzeugen über acht Jahren lohnt ein Puffer von 300 bis 500 € im Jahr.

Passende Produkte

Hier erscheinen später passende Produkte in drei Gruppen: günstige Messgeräte, mit denen du die Rechnung oben genauer machst; das Hauptgerät selbst; und Zubehör, das in Komplettsets oft fehlt. Jeweils mit Kauf-Link zu Amazon und, wo es sich lohnt, zusätzlich zu einem Fachhändler – du entscheidest, wem du vertraust. Eingetragen wird erst, wenn die Partnerprogramme stehen: mit echten Produkten und sichtbarer Werbekennzeichnung.

Häufige Fragen

Wie schätze ich den Restwert realistisch?

Schau in einer Gebrauchtwagenbörse nach demselben Modell in dem Alter, das dein Auto am Ende der Haltedauer haben wird, mit entsprechender Laufleistung. Als grobe Orientierung: Nach drei Jahren liegen die meisten Fahrzeuge bei etwa 55 Prozent des Neupreises, nach fünf Jahren bei 40 und nach acht Jahren bei 25 bis 30 Prozent.

Ist ein Elektroauto günstiger?

Im Betrieb meist ja: geringere Energiekosten je Kilometer, keine Kfz-Steuer bis Ende 2030 und etwa die Hälfte der Wartungskosten. Der höhere Kaufpreis und der bislang stärkere Wertverlust können das aber aufzehren. Trag beide Varianten oben ein und vergleiche die Kosten je Kilometer – das ist die einzige faire Grundlage.

Warum sind Zinsen enthalten, obwohl ich bar bezahlt habe?

Weil auch Barzahlung Kosten verursacht: Das Geld liegt im Auto statt auf dem Tagesgeldkonto und bringt keine Zinsen mehr. Betriebswirtschaftlich heißen diese entgangenen Erträge Opportunitätskosten. Wenn du sie nicht mitrechnen willst, trag 0 ein – dann bleibt der Posten leer.

Was ist mit Reparaturen?

Planbare Wartung ist im Feld „Wartung und Verschleiß" enthalten. Unvorhergesehene Reparaturen lassen sich nicht seriös vorhersagen und sind deshalb nicht eingerechnet. Bei Fahrzeugen ab etwa acht Jahren solltest du einen Puffer von 300 bis 500 Euro im Jahr einplanen und ihn unter „Sonstiges" eintragen.

Passt dazu

Fehlt dir eine Einstellung?

Wenn dieser Rechner eine Angabe nicht kennt, die für dich wichtig wäre, schreib es mir. Solche Hinweise sind der Grund, warum die Rechner besser werden – ich baue sie ein, wenn sie am Ergebnis wirklich etwas ändern.

Vorschlag schreiben

Der Knopf öffnet dein E-Mail-Programm mit fertigem Betreff – abgeschickt wird nur, was du selbst abschickst. Falls das nicht klappt, schreib direkt an kontakt.gutgerechnet.de@gmail.com.