Wie viel Sonnencreme brauchst du wirklich?
Der Lichtschutzfaktor auf der Flasche gilt nur für eine bestimmte Menge: zwei Milligramm je Quadratzentimeter Haut. Genau damit wird er gemessen. Bei einem Erwachsenen sind das laut Bundesamt für Strahlenschutz vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper. Dieser Rechner macht daraus eine Zahl für deinen Körper – und sagt dir, wie weit eine Flasche damit reicht.
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Zusammen mit dem Gewicht ergibt sich daraus die Körperoberfläche. Auf sie bezieht sich die Menge, mit der Lichtschutzfaktoren gemessen werden.
Geht in dieselbe Formel ein wie die Größe. Zwei gleich große Menschen brauchen unterschiedlich viel, wenn ihr Gewicht weit auseinanderliegt.
Nur unbedeckte Haut zählt. Die Anteile folgen der Neunerregel: Kopf und Hals 9 %, jeder Arm 9 %, jedes Bein 18 %, der Rumpf 36 %.
Morgens plus einmal nachcremen ist die gängige Empfehlung. Wer viel badet oder schwitzt, kommt auf drei bis vier – die Regel lautet alle zwei Stunden.
Nur die Tage, an denen du wirklich in die Sonne gehst. Für einen Jahresvorrat statt für einen Urlaub trägst du hier die Sonnentage ein.
Genauer rechnen2 weitere Angaben
Zwei Angaben zur Flasche, die du im Kopf hast oder im Angebot nachliest. Sie ändern die Menge nicht, nur die Kosten und die Reichweite.
Steht auf der Flasche, meist unten auf dem Etikett. Gängig sind 50, 100, 200 und 250 ml – voreingestellt ist die häufigste Urlaubsgröße.
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Die 50-ml-Flaschen im Regal sind fast immer Gesichtspflege. Für den Körper sind sie die falsche Packung: Der Milliliter kostet dort im Schnitt das Fünffache.
Steht im Angebot des Shops. Voreingestellt sind 19 € – der gemessene Median für eine 200-ml-Flasche in unserem Katalog.
Je genauer du die Felder ausfüllst, desto genauer wird das Ergebnis. Größe und Gewicht ergeben deine Körperoberfläche nach der Formel von Du Bois. Nur die unbedeckte Haut zählt, und deren Anteil folgt der Neunerregel.
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Häufige Fragen
LSF 30 oder LSF 50 – was brauche ich?
Der Unterschied ist viel kleiner, als die Zahlen aussehen: Ein Lichtschutzfaktor 30 filtert rund 97 Prozent der UVB-Strahlung, ein LSF 50 rund 98 Prozent. Zwischen beiden liegt also ein einziger Prozentpunkt, nicht die Hälfte. Was dagegen wirklich zählt, ist die Menge: Wer nur die Hälfte der gemessenen Schichtdicke aufträgt, hat von einem aufgedruckten LSF 50 effektiv noch etwa 10 bis 15 übrig. Ein großzügig aufgetragener LSF 30 schützt damit besser als ein dünn aufgetragener LSF 50. Welcher Faktor zu deiner Haut passt, sagen wir dir hier trotzdem nicht – das hängt an Hauttyp, Muttermalen, Vorerkrankungen und Medikamenten und gehört in eine Hautarztpraxis. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt allgemein mindestens LSF 30.
Wie oft muss ich nachcremen?
Etwa alle 2 Stunden – und zusätzlich immer nach dem Baden, nach starkem Schwitzen und nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch. Genau daraus rechnet diese Seite die Zahl der Anwendungen: Aus deinen Stunden in der Sonne wird die Zahl der Auftragungen, und daraus die Menge. Ein Missverständnis gehört dazu: Nachcremen verlängert die Schutzdauer nicht. Es ersetzt nur, was durch Wasser, Schweiß und Abrieb verloren gegangen ist. Wer morgens einmal dick cremt und dann acht Stunden in der Sonne bleibt, ist nicht länger geschützt, sondern nur am Anfang.
Brauche ich Sonnencreme auch bei bewölktem Himmel?
Ja, und das ist die Fehlannahme mit den meisten Sonnenbränden: Durch eine Wolkendecke kommen bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung hindurch. Weil die Wärme fehlt, merkt man die Belastung nicht – deshalb passieren die schlimmsten Sonnenbrände oft an bedeckten Tagen, im Wind oder im Wasser. Die berechnete Menge ändert sich dadurch übrigens nicht: Die zwei Milligramm je Quadratzentimeter sind die Schichtdicke, mit der der Lichtschutzfaktor gemessen wird, und die gilt unabhängig davon, wie stark gerade die Sonne scheint. Was sich ändert, ist nur, wie lange du draußen bist – und das trägst du oben ein.
Brauche ich im Alltag Sonnencreme im Gesicht – auch am Fenster?
Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt den UV-Index als Maßstab: Ab UV-Index 3 ist Schutz nötig, und den erreicht Deutschland von etwa April bis September regelmäßig. Für den Alltag heißt das eher „im Sommerhalbjahr täglich" als „nur im Urlaub". Hinter Fensterglas ist die Lage anders: Normales Fensterglas hält UVB weitgehend zurück, ein Teil der UVA-Strahlung kommt aber durch. Wer direkt am Fenster sitzt, ist also nicht schutzlos, aber auch nicht geschützt. Für diesen Fall stellst du oben „Nur Gesicht, Hals und Hände" ein – dann rechnet die Seite mit rund acht Prozent deiner Hautfläche statt mit neunzig.
Wie lange vor dem Rausgehen muss ich eincremen?
Etwa eine halbe Stunde vorher. Das Bundesamt für Strahlenschutz formuliert es so: „Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen eine halbe Stunde vor dem Rausgehen sorgfältig und großzügig mit einer Sonnencreme ein." Der Grund ist, dass chemische Filter erst einziehen und einen gleichmäßigen Film bilden müssen. Mineralische Filter mit Zinkoxid oder Titandioxid wirken sofort, weil sie auf der Haut liegen statt einzuziehen – aber auch sie brauchen eine gleichmäßige Schicht, und die verteilt sich in Ruhe besser als in Eile am Strand. Auf die Menge hat das keinen Einfluss: 2 mg je Quadratzentimeter bleiben 2 mg, egal wann du sie aufträgst.
Mineralisch oder chemisch – was ist besser?
Beides schützt, der Unterschied liegt im Weg dorthin. Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) liegen auf der Haut und wirken sofort; sie gelten als gut verträglich, sind aber oft dicker und hinterlassen auf dunklerer Haut leichter einen weißen Schimmer. Chemische Filter ziehen ein, sind leichter und unauffälliger, brauchen dafür die halbe Stunde Vorlauf und reizen empfindliche Haut häufiger. Für die Menge macht das keinen Unterschied – die berechneten Milliliter gelten für beide. Welcher Typ zu deiner Haut passt, ist eine Frage der Verträglichkeit und gehört im Zweifel in eine Hautarztpraxis, nicht in einen Rechner.
Was heißt „wasserfest" genau?
Weniger, als der Name verspricht. Wasserfest bedeutet nach der geltenden Prüfmethode nur, dass das Mittel nach zweimal zwanzig Minuten im Wasser noch mindestens die Hälfte seines ursprünglichen Lichtschutzfaktors hat. Aus einem LSF 50 werden also im ungünstigen Fall 25, und das schon nach vierzig Minuten Baden. Abtrocknen mit dem Handtuch nimmt zusätzlich Creme ab. Praktisch heißt das: Wasserfest ist ein Vorteil, aber kein Ersatz fürs Nachcremen – nach jedem Bad neu auftragen.
Wie viel Sonnencreme braucht man für den ganzen Körper?
Bundesamt für Strahlenschutz und Deutsches Krebsforschungszentrum nennen dieselbe Zahl: zwei Milligramm je Quadratzentimeter Haut, bei einem Erwachsenen „vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper", also rund 30 bis 40 Milliliter. Das ist genau die Menge, mit der der Lichtschutzfaktor im Labor gemessen wird – steht auf der Flasche LSF 50, gilt diese Zahl nur bei dieser Schichtdicke. Weil die Faustregel für alle Körper gleich lautet, rechnet diese Seite sie auf deine Größe und dein Gewicht um.
Warum fragt der Rechner nach Größe und Gewicht?
Weil die Menge an der Hautfläche hängt, und die ist nicht bei jedem gleich. Aus Größe und Gewicht ergibt sich die Körperoberfläche nach der Formel von Du Bois und Du Bois aus dem Jahr 1916, die in der Medizin bis heute für Dosierungen benutzt wird. Ein Mensch von 1,60 m und 55 kg kommt auf etwa 1,56 m², einer von 1,95 m und 100 kg auf 2,33 m² – fast die Hälfte mehr Fläche und entsprechend mehr Creme. Die Angaben verlassen deinen Browser nicht; gerechnet wird auf deinem Gerät.
Sagt mir der Rechner, wie lange ich in die Sonne darf?
Nein, und das ist Absicht. Die verbreitete Formel „Eigenschutzzeit mal Lichtschutzfaktor" führt in die Irre, denn das Krebsforschungszentrum stellt ausdrücklich klar: Nachcremen ersetzt nur die Creme, die beim Schwimmen oder Schwitzen verloren gegangen ist – die Wirkdauer verlängert sich dadurch nicht. Eine Zahl auszugeben, an der jemand seine Zeit in der Sonne ausrichtet, wäre Gesundheitsberatung mit Sonnenbrandrisiko. Diese Seite beantwortet eine Mengenfrage und eine Geldfrage.
Ist die Flasche vom letzten Sommer noch gut?
Das steht auf der Packung. Kosmetik trägt nach Artikel 19 der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 entweder ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder – bei mehr als 30 Monaten Haltbarkeit – das Symbol mit dem offenen Tiegel und einer Monatsangabe wie „12 M". Diese Monate laufen ab dem Öffnen. Sonnenschutz ist dabei heikler als andere Kosmetik, weil die UV-Filter mit der Zeit an Stabilität verlieren: Was als LSF 50 aufgedruckt ist, leistet das dann womöglich nicht mehr. Wärme verkürzt das zusätzlich, und die Flasche im Strandbeutel liegt selten kühl.
Lohnt sich die große Flasche?
Für den Körper ja, und deutlich. Gemessen an 56 Sonnenschutzmitteln in unserem Katalog kostet der Milliliter bei 50 ml im Median 0,44 €, bei 100 ml 0,22 € und bei 200 ml 0,09 € – von der kleinsten zur größten Stufe fällt er auf ein Fünftel. Der Grund ist, dass die 50-ml-Flaschen fast immer Gesichtspflege sind. Für Gesicht und Hände ist die kleine Flasche trotzdem die richtige Wahl: Dort reicht sie lange, und angebrochener Sonnenschutz soll nicht jahrelang stehen.
Rechnet die Seite mit meinen Angaben oder mit Annahmen?
Größe, Gewicht, unbedeckte Fläche, Anwendungen und Tage sind deine Angaben. Zwei Werte sind vorbelegt und veränderbar: Flaschengröße und Preis, beides unter „Genauer rechnen". Eine echte Annahme steckt im Anteil unbedeckter Haut – die drei Auswahlmöglichkeiten leiten sich aus der Neunerregel der Verbrennungsmedizin ab (Kopf und Hals 9 %, jeder Arm 9 %, jedes Bein 18 %, Rumpf 36 %). Ob eine Badehose 8 oder 12 Prozent verdeckt, lässt sich nicht auf das Prozent genau sagen; auf die Menge wirkt das um wenige Milliliter.
So wählen wir unsere Empfehlungen aus
Zuerst zählt die berechnete Anforderung. Erst danach vergleichen wir Ausstattung, Verbrauch und Preis. Hersteller oder Provisionen beeinflussen die Reihenfolge nicht – wir verdienen an jedem Gerät gleich.
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